AK Tumpel gegen Studiengebühren

Über die Hälfte könnte sich Studium nur noch schwer leisten

Wien (AK) - Als "schwere Belastung für die Studierenden und ihre Eltern" lehnt AK Präsident Herbert Tumpel kolportierte Pläne der Regierung ab, unter dem Titel "Treffsicherheit" Studiengebühren einzuführen. "Treffsicher" würde damit nur das Studium für viele Studierende erschwert oder unmöglich gemacht: Über die Hälfte der Studierenden kommt aus Familien von Klein- und Mittelverdienern. "Sie könnten sich ein Studium mit Studiengebühren nicht leisten", sagt Tumpel. Er kritisiert die Regierung: "Statt Bildungschancen zu verbessern, nimmt sie gerade Kindern von Klein- und Mittelverdienern die Chance auf ein Studium." Überdies ist auch die Mehrheit der ÖsterreicherInnen gegen Studiengebühren, erinnert Tumpel an eine Ifes-Umfrage im Auftrag der AK. ****

"Wir brauchen bessere Bildungschancen, nicht Studiengebühren", kritisiert Tumpel. Mit Studiengebühren würde die Regierung "treffsicher" verhindern, dass sich Kinder von Klein- und Mittelverdienern noch ein Studium leisten können: Über die Hälfte der Studierenden (53,2 Prozent) kommt aus Familien, wo die Eltern nicht mehr als 30.000 Schilling netto im Monat haben - das ist zum Beispiel der Verdienst eines Lagerangestellten plus der Verdienst einer Teilzeit-Büroangestellten plus Familienbeihilfe und Kinderabsetzbetrag für zwei Kinder. Und schon jetzt sind mehr als zwei Drittel (68 Prozent) der Studierenden neben dem Studium berufstätig, die Mehrheit davon, weil sie sich sonst ein Studium nicht leisten können. "Da sind Studiengebühren nicht drin", sagt Tumpel.

Überdies würden Studiengebühren den Trend stoppen, dass Berufstätige über den zweiten Bildungsweg auf die Unis und Fachhochschulen kommen. Schaden würden Studiengebühren letztlich auch dem Wirtschaftsstandort Österreich: Beim Anteil der Hochschulabsolventen an den Berufstätigen gehört Österreich zusammen mit Portugal und der Türkei bereits jetzt zu den Schlusslichtern in der OECD.

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