LR Kranzl: Streichung der Grundausbildung bei den Zivildiener ist zurückzuweisen

Gleichstellung Präsenzdienst mit Zivildienst eine Frage der Gerechtigkeit

St. Pölten, (SPI) - "Die Geduld der Jugendlichen hinsichtlich des Zivildienstes wird seit geraumer Zeit auf eine harte Probe gestellt. Die Kürzung bei den Zivildienerzuteilungen wirkt sich auf viele Bereiche negativ aus. Bei den jungen Menschen ist nicht nur eine große Verunsicherung zu bemerken, sie werden auch hinsichtlich ihrer Zukunftsplanung vor neue Probleme gestellt. Die nächste Verschärfung der Situation rund um den Zivildienst ist jene, dass karitative Institutionen insgesamt 10.500,-- Schilling pro Zivildiener und pro Monat zahlen müssen, damit sie vom Innenministerium einen Zivildiener zugeteilt bekommen", kommentiert Landesrätin Christa Kranzl die Flut an Verschlechterungen beim Zivildienst.****

Auch die neuen Versorgungspflichten für Zivildiener für die Trägerorganisationen bringt neue Probleme. Viele Trägerorganisationen sind auf diese Aufgabe nicht vorbereitet - oder können sie auch organisatorisch nicht bewältigen. Auf der Strecke bleiben einmal mehr die Zivildiener, die in solchen Fällen dann selbst für ihre Verpflegung aufkommen müssen. Die jüngste Ankündigung betreffend einer Verkürzung des Zivildienstes ist zwar positiv, aber längst nicht der große Wurf. "Eine Verkürzung des Zivildienstes ist nicht nur sinnvoll, sondern auch mehr als gerechtfertigt. Wieso sollen jene, die ihre Arbeit dem Wohl der Allgemeinheit widmen immer nur benachteiligt werden? Der Zivildienst muss dem Präsenzdienst angeglichen werden - d.h. 8 Monate und keinen Tag länger. Das Vorhaben, im Rahmen dieser Umstrukturierungen die dreiwöchige Grundausbildung zu kürzen, ist allerdings strikt zurückzuweisen und sicher nicht gerechtfertigt. Zivildiener erfüllen wichtige Aufgaben und benötigen deshalb auch eine entsprechend Vorbereitung. Eine Kürzung der Grundausbildung ist strikt abzulehnen", so Landesrätin Kranzl.
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