Netizens sind einer Meinung - "Rechtspopulistische Partei mit radikalen Elementen" lässt kein Zurück zur normalen Tagesordnung zu!

Wien (SPW) Worauf der ehemalige FPÖ-Obmann Haider, Klubobmann Westenthaler und Obfrau Riess-Passer stolz sind, nämlich als eine "rechtspopulistische Partei mit radikalen Elementen" bezeichnet zu werden, scheint bei der österreichischen Bevölkerung nicht wirklich so positiv aufgenommen zu werden. Die SPÖ-Wien stellte nämlich auf ihrer Homepage unter www.wien.spoe.at die Frage: "Kann man, nachdem man den Bericht der "Weisen" sorgfältig studiert hat, einfach so zur Tagesordnung übergehen?" - Die UserInnen diskutierten eine Woche heftig, nannten viele Gründe und kamen zu einem klaren Ergebnis:
Nein!****

Die Netizens sprachen dabei zahlreiche Themen an - und die FPÖ kam gar nicht gut weg. Eines kam in der Diskussion jedenfalls klar raus:
Der Schaden, den der derzeitige Bundeskanzler Schüssel angerichtet hat, indem er die FPÖ in die Regierung genommen hat, ist groß und wird mit der Aufhebung der Sanktionen keineswegs bereinigt.

Die Reaktionen der F-Politiker, die den Bericht über ihre Natur widersinnigerweise quasi als Freispruch werteten, sorgten für Erheiterung. So fragte sich ein Netizen, ob die FPÖ den Weisenbericht hernehmen werde, um sich selbst für den Friedensnobelpreis zu nominieren, was die einzige Steigerungsform dieser Realitätsverweigerung darstellen würde.

Auch Schüssels erste Reaktion, Österreich habe seine Würde wiedergewonnen, war den Netizens eine Stellungnahme wert: So wurde klargestellt, dass Österreich seine Würde nie verloren hatte, sondern der einzige, für den dies zutreffe, nur Schüssel selbst sein kann, wenn er eine solche Koalition bilde. "Die wird er aber jetzt auch nicht zurückgewinnen, diese Schande bleibt ihm."

Ein interessanter Vorschlag kam von einem weiteren Diskutanten, der einen eigenen Feiertag "für dieses geschichtsträchtige Ereignis", gleichsam einen "Sanktionsaufhebungstag", forderte. Dies wäre dann ein bezahlter Staatsfeiertag, und wenn sich irgendwer dagegen stelle, würden einfach die Fördergelder gestrichen werden.

Aber sowas kann sich wahrscheinlich nicht einmal ein früherer Obmann einer "rechtspopulistische Partei mit radikalen Elementen" vorstellen, steht doch schon im Duden neben dem Wort Populismus folgendes nachzulesen: "opportunistische Politik, die die Gunst der Massen zu gewinnen sucht", "radikal", "weltanschaulich extrem" bzw. "rücksichtslos". (Schluss) sl

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