Derzeitiger Finanzminister Grasser bekommt Nicht-Genügend

Netizens geben ihm für seine bildungspolitische Aussage einen "Fleck"

Wien (SPW) Kaum hat die Schulzeit begonnen, schwirren schon wieder die ersten Noten durch die Gegend. Doch während Österreichs SchülerInnen über die Ferienmonate hoffentlich fleißig gelernt haben und nun dafür notenmäßig belohnt werden, erwischt es jetzt einen aus der älteren Garde ganz, ganz schlimm.****

Denn der derzeitige Finanzminister Karl-Heinz Grasser forderte vor kurzem - mediengerecht zu Schulbeginn, versteht sich - größere Klassen und weniger Lehrer. Denn so könnten laut Grasser 2,5 Milliarden Schilling eingespart werden.
Die SPÖ Wien unterzog diesen bildungspolitischen Vorschlag dem Elchtest und fragte eine Woche auf ihrer Homepage unter www.wien.spoe.at die Netizens: "Hat Finanzminister Grasser ein "Nichtgenügend" verdient?"

2.621 Netizens spielten LehrerIn über Karl-Heinz...und schreiben ihm mit einem Votum von 96,6 Prozent einen dicken "Fleck" ins Zeugnis, dass heißt nur 3,4 Prozent würden Grasser mit dieser Aussage "aufsteigen" lassen. Für die Betroffenen bleibt nur zu hoffen, dass ein solches Ergebnis nicht dazu führen wird, dass Grasser nach dieser bildungspolitischen Bruchlandung ein Jahr wiederholen muss und so ein Jahr länger in seinem Amt bleibt.

Protest gegen diese "Demontage des Bildungssystems" kam ja schon aus vielen Richtungen: Angefangen vom Wiener Stadtschulratspräsident Kurt Scholz, für den Grasser "ein Jahrhundert psychologischer und pädagogischer Erkenntnisse" ignoriert, über den Bildungssprecher der SPÖ, Dieter Antoni, bis zum bildungspolitischen Sprecher der SPÖ-Fraktion im Wiener Gemeinderat, Heinz Vettermann. Vettermann bezeichnete Grassers Vorstoß als einen "schweren Anschlag auf die Zukunft der Jugend" und zeigte die verheerende Folgen durch das kurzfristige Hinauftreiben der Klassenschülerhöchstzahlen, vor allem für zukunftsorientierte, innovative Fächer, wie Fremdsprachen und Kommunikation, auf.

Um einen neuerlichen Raubzug der FPÖVP-Regierung gegen das Bildungswesen zu verhindern, organisiert GR Heinz Vettermann diesen Donnerstag eine Kundgebung vor dem Bundesministerium für Finanzen. Gemeinsam mit Eltern- und Schülervertretern wird am Donnerstag, dem 21. September, um 10.30 Uhr vor dem Bundesministerium für Finanzen in der Himmelpfortgasse gegen die Erhöhung der Klassenschülerzahlen protestiert. (Schluss) sl

FPÖ eine "rechtspopulistische Partei mit radikalen Elementen" Und nun zurück zur Tagesordnung?

Nun liegt er also am Tisch, der heiß ersehnte "Weisenbericht". Abgesehen davon, dass die "drei Weisen" die baldige Aufhebung der Sanktionen empfohlen haben, nahmen sie auch die "Natur der FPÖ" unter die Lupe. Wörtlich wird diese Partei als "rechtspopulistische Partei mit radikalen Elementen" beschrieben.

Haider, Westenthaler und Riess-Passer zeigten sich davon überzeugt, dass es sich bei dieser Definition um einen Freispruch, wenn nicht sogar um ein Kompliment handeln muss, beriefen sich bei der Deutung der einzelnen Wörter auf den DUDEN und setzten "populistisch" mit "beim Volk beliebt" und "radikal" mit "gründlich" gleich.

Nebenbei bemerkt erklärt der DUDEN "Populismus" mit "opportunistische Politik, die die Gunst der Massen zu gewinnen sucht" und "radikal" mit "weltanschaulich extrem" und "rücksichtslos".

Nun stellt sich die Frage: Wie lebt man mit einer Partei, die mit Opportunismus die Gunst der Massen sucht, weltanschaulich extrem und rücksichtslos ist - und eine der beiden derzeitigen Regierungsparteien?

Sind Schüssel und Riess-Passer "reingewaschen", obwohl sie die im Bericht angesprochenen "fremdenfeindlichen, rassistischen, nationalistischen und als nationalsozialistisch zu verstehenden Formulierungen" unkommentiert ließen, weder geahndet noch verurteilt haben?

Kann man, nachdem man den Bericht der "Weisen" sorgfältig studiert hat, einfach so zur Tagesordnung übergehen? Was ist Ihre Meinung?

Den Schaden, den Schüssel angerichtet hat, indem er die F in die Regierung genommen hat, kann auch die Aufhebung der Sanktionen nicht gut machen. Meiner Meinung nach wird es noch Jahrzehnte dauern, bis die Sache vergessen ist. Und auch nur dann, wenn sich die F, die ja nun mal in der Regierung ist, von allen "radikalen Elementen" verabschiedet
könnte man fast meinen, der Weisenbericht hätte sie für den Friedensnobelpreis nominiert! das wie Realitätsverweigerung vor! Was mich wirklich aufregt, ist dass der etwas zu kurz geratene Kanzler davon spricht, dass mit der Aufhebung der Sanktionen Österreich seine Würde zurückerhalten hätte. Die hat es nie verloren gehabt, höchstens hat er seine eigene Würde verloren mit dieser Koalition. Die wird er aber jetzt auch nicht zurückgewinnen, diese Schande bleibt ihm.
fordere einen eigenen Feiertag für dieses geschichtsträchtige Ereignis. "Sanktionsaufhebungstag" oder so ähnlich. Ein bezahlter Staatsfeiertag, und wenn sich irgendwer dagegen stellt, werden einfach die Fördergeder gestrichen. Na, ist das keine Idee?

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