Sichrovsky: Keine Unterstützung für Deutschen Sitz im Weltsicherheitsrat

Österreich sollte Initiative für die "kleineren" Staaten starten

Wien, 2000-09-18 (fpd) - "Österreich sollte die Bemühungen der Deutschen Regierung für einen ständigen Sitz im Weltsicherheitsrat der UNO nicht unterstützen. Die letzten Erfahrungen in der EU mit dem immer stärker werdenden Machtanspruch der sogenannten ‚großen‘ Länder, macht es mehr und mehr notwendig, daß sich die kleineren Länder besser organisieren, um sich in einer globalisierten Welt auch besser durchsetzen zu können. Österreich könnte hier eine neue Initiative starten, daß in Zukunft je ein Vertreter der ‚kleineren‘ Länder aus Europa, Asien, Afrika und Südamerika in den Weltsicherheitsrat aufgenommen werden. Es kann nicht das Ziel der UNO sein, daß nur eine handvoll sogenannter ‚großer‘ Staaten alleine die Entscheidungen fällen", sagte heute der freiheitliche Generalsekretär Mag. Peter Sichrovsky.

Die Friedenssicherung durch die UNO habe in den letzten Jahren dramatische Rückschläge erlitten. Der Massenmord in Ruanda, die zahlreichen Kriege in Afrika sowie die Katastrophe im ehemaligen Jugoslawien konnten durch den Weltsicherheitsrat nicht verhindert werden. Der Machtanspruch und das Konkurrenzverhalten der sogenannten "großen" Staaten habe ein schnelles Eingreifen in vielen Fällen verhindert oder zumindest verzögert. Die Erweiterung des Weltsicherheitsrates um kleinere Länder, die wiederum Gruppen von Kleinststaaten repräsentieren, könnten die Machtverteilung in der UNO neu organisieren, so Sichrovsky.

"Die Zukunft des Weltfriedens und die Stabilisierung der Demokratie kann nicht einer kleinen Gruppe von machtvollen Staaten überlassen werden, die in dieser Rolle schon in der Vergangenheit eine schlechte Figur machten", meinte der FPÖ-Generalsekretär abschließend. (Schluß)

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