Gefährliches Shopping: Medikamente aus dem WWW

Wien (OTS) - Im Internet können die User hochwirksame, rezeptpflichtige Medikamente frei erwerben. Doch der Arzneimittel-Kauf im Internet hat seinen Preis, haben Expertinnen des ÖBIG in einer soeben publizierten Studie festgestellt.

ÖBIG-Studie testet Einkaufen bei Internet-Apotheken

Zahlreiche Mängel und Risiken des Medikamenten-Kaufes im WWW listet die Studie "E-Pharma. Arzneimittelvertrieb im Internet" auf, die vom Österreichischen Bundesinstitut für Gesundheitswesen (ÖBIG) im Auftrag des Bundesministeriums für soziale Sicherheit und Generationen (BMSG) erstellt wurde. Bei Testeinkäufen wurden knapp zwei Dutzend unterschiedliche Arzneimittel bei 20 Internetapotheken bestellt.

Teure Konsumentenfalle

Per Klick bestellt, rasch bereut! Zunächst müssen die Konsumenten, meist per Kreditkarte, zahlen, dann erhalten sie - wenn sie Glück haben - die bestellte Ware. Die ÖBIG-Testerinnen waren immer wieder mit langen Wartezeiten, falschen Lieferungen und der Notwendigkeit zahlreicher Urgenzen konfrontiert.

Der Ärger um die Arzneimittel aus dem WWW wird nicht einmal durch Einsparungen für die Konsumenten wettgemacht. Anhand eines Preisvergleiches zeigt die ÖBIG-Studie auf, dass in allen untersuchten Fällen der Bezug von Arzneimitteln in einer österreichischen Apotheke weitaus günstiger als der Kauf im Internet ist.

Medikamente aus dem Internet können die Gesundheit gefährden

Beim Arzneimittelvertrieb im Internet werden die Konsumenten oft nicht bzw. schlichtweg falsch informiert. Auf Risiken und Nebenwirkungen wird im E-Pharma-Geschäft nicht geachtet. Die Arzneimittelsicherheit ist daher beim Einkauf im WWW keineswegs gewährleistet, wie auch eine pharmazeutische Prüfung der testbestellten Arzneimittel bestätigte.

Hände weg vom Arzneimittel-Kauf im Internet

Nur wenige Konsumenten wissen, dass die Einfuhr von im Internet bestellten Arzneimitteln in Österreich verboten ist. Angesichts der zahlreichen Mängel und Gefahren wollen die Autorinnen mit der vorliegenden ÖBIG-Studie eine deutliche Warnung vor dem Kauf von Medikamenten im WWW aussprechen.

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Bestellungen: Österreichisches Bundesinstitut für
Gesundheitswesen (ÖBIG)
Frau Gertraud Misar
Tel.: (01) 51561/152, Fax: (01) 513 84 72,
email: misar@oebig.at
Studie "E-Pharma. Arzneimittelvertrieb im Internet"
140 Seiten, 12 Tabellen, 19 Abbildungen;
Preis: ATS 690,- /EURO 50,-

Österreichisches Bundesinstitut für
Gesundheitswesen (ÖBIG)
Dr. Sabine Vogler, Mag. Claudia Habl
Tel.: (01) 51561/147 bzw. 161,
Fax: (01) 513 84 72
e-mail: vogler@oebig.at bzw. habl@oebig.at

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