"Kleine Zeitung" Kommentar: "Entwicklungshilfe" (von Reinhold Dottolo)

Ausgabe vom 17.9.2000

Graz (OTS) - Was empfiehlt sich einem Häuptling, der in die Schlacht eilt, dabei aber merken muss, dass ihm seine Indianer nicht folgen? Der Rückzug. Für Reinhold Lexer, den per Misstrauensvotum seines Parteivorstandes geschaßten Chef der Kärntner VP, ist das keine Alternative. Aufgeben will der gestandene Lesachtaler, einer Tugend seiner Talschaft folgend, nur Briefe, sonst nichts. Also hinein in eine Kampfabstimmung am kommenden Parteitag? Aug um Aug, Zahn um Zahn? Lexer, ein für die politische Alltagsarbeit zu gerader Michl, sollte einsehen, dass er verloren hat. Er hat seiner sich der Schwelle zur Bedeutungslosigkeit nähernden Partei keine überzeugenden Perspektiven eröffnet. Seinen Indianern auch nicht. Darum: Time to say Good Bye! Mag Lexers designierter Nachfolger und Kontrahent Georg Wurmitzer auch kein Erneuerungssignal per se sein -ein politischer Profi ist der Landesrat, der Jörg Haider über seinen Sager von der "Beschäftigungspolitik" ausrutschen ließ, allemal. Und dass er kürzlich in einem Interview erklärte, gerne einmal als Entwicklungshelfer tätig sein zu wollen, weist ihn jetzt als noch etwas aus: als richtigen Mann am richtigen Ort. ****

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