Waneck: Liberale Drogenpolitik ist gescheitert - Umdenken notwendig

Schutz der Jugend ist wichtiger als Schutz der Dealer

Schladming, 2000-09-16 (BMSG) - "Die liberale und verharmlosende Drogenpolitik der vergangenen Jahrzehnte ist kläglich gescheitert. Deutlicher Beweis dafür ist die Tatsache, daß es noch nie so viele Drogensüchtige und Drogentote wie heute gab", kritisierte FP-Staatssekretär Univ. Prof. Dr. Reinhart Waneck anläßlich der "1. Schladminger Gesundheitsgespräche". "Zum Schutz unserer Jugend muß hier ein deutliches Umdenken einsetzen." *****

"Es muß endlich Schluß gemacht werden mit der irrigen und verharmlosenden Ansicht es gebe ‘harte’ und ‘weiche’ Drogen", betonte Waneck. "Alle Drogen sind gefährlich und in letzter Konsequenz auch tödlich"! Alle suchterzeugenden Substanzen greifen an den gleichen Rezeptoren im Gehirn ein. Sie aktivieren das "Zentralnervöse Belohnungssystem", wodurch grundsätzlich Abhängigkeit entsteht, erklärte Waneck.

"In den vergangenen Jahrzehnten sind in der Drogenpolitik schwere Fehler gemacht worden", konstatierte Waneck. Der Verharmlosung und Legalisierung wurde das Wort geredet. Hier haben sich vor allem SPÖ, Grüne und Liberale schuldig gemacht und sind in erster Linie dafür verantwortlich, daß unsere Jugend massiv durch die moderne Pest Drogen gefährdet ist. "In ganz Europa ist, genau wie auch in Österreich, zu beobachten, daß liberale Drogenpolitik zu einem Anstieg der Suchtgiftabhängigkeit geführt hat. Das kann kein verantwortungsbewußter Politiker wollen", so Waneck. "Es ist daher höchste Zeit dieser Fehlentwicklung einen Riegel vorzuschieben!"

"Gut zureden alleine, wie dies bis jetzt versucht wurde, ist zu wenig. Wir stehen im Kampf gegen eine milliardenschwere, skrupellose, internationale Drogenmafia. Exekutive, Legislative und Judikative sind gefordert gemeinsam geeignete Maßnahmen zu setzen um den Suchtgifthandel und -mißbrauch zurückzudrängen", so Waneck. "Als verantwortungsvolle Politiker sind wir das unserer Jugend schuldig", so Waneck, der härtere Maßnahmen gegen Dealer forderte. Ein Ansatzpunkt sei etwa die derzeitige Grenzmengenverordnung, die noch unter sozialistisch dominierter Regierung zustande gekommen sei und quasi einen Freibrief für Dealer darstelle.

Der Zugang zu Drogen müsse erschwert werden. Dieser Prozeß beginne im Kopf, so Waneck, der ein Umdenken forderte. Zuallererst müsse wieder das Bewußtsein geschaffen werden, daß Drogen verboten und gefährlich seien. "Solange staatliche Drogenkoordinatoren wie etwa Peter Hacker (Wien), die es eigentlich besser wissen müßten, behaupten, daß Drogenkonsum zum Erwachsenwerden gehören, sind wir auf dem falschen Dampfer", so Waneck. (Forts.) mg nnn

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

soziale Sicherheit und Generationen
Martin Glier
Tel.: (01) 71100 4619BMSG - Bundesministerium für

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGE/NGE