Häupl 5: Auch in Kultur- und Kunstpolitik gibt es zwei Modelle

Öffentliche Gelder für Kunst und Kultur dürfen nicht zum Disziplinierungsinstrument werden

Wien (SPW) "Während der Bund die Kulturförderung um zwölf Prozent kürzt und dabei teilweise bereits ausgehandelte Verträge - etwa bei der Josefstadt oder beim Volkstheater - nicht einhält, geht Wien auch in diesem Bereich den anderen, zukunftsweisenden Weg", erklärte der Vorsitzende der SPÖ Wien, Bürgermeister Michael Häupl beim Landesparteitag der Wiener SPÖ, denn "dieses Geld kommt in vielfacher Weise wieder zurück." Wien als offene Stadt fördere die Kultur, der Bund verwende die Förderung von Kunst und Kultur als Disziplinierungsinstrument.****

Als Beispiel für diese Vorgangsweise der derzeitigen Bundesregierung führte Häupl das Internetunternehmen "Public Netbase" an, dem der Bund die Förderungen um 100 Prozent kürzte, nur weil sich die Verantwortlichen offen gegen die blau-schwarze Regierung ausgesprochen hatten. "Einmal mehr gilt es, den Anfängen zu wehren", so Häupl.

Auch im Bereich der Filmförderung habe der Bund Kürzungen um zehn Prozent veranlaßt, während in Wien eine Erhöhung um 20 Prozent erfolgt sei. Für Häupl gelte es weiterhin, den "Ruf Wiens als bedeutende Kulturstadt" zu erhalten. Unterstützung von Kunst und Kultur dürfe nicht vom reinen Mäzenentum abhängig gemacht werden. "Das Kulturangebot kostet Geld", so Häupl, der darauf hinwies, dass der Wirtschaftsbereich Kultur für Wien bereits der drittwichtigste Wirtschaftszweig sei. (Schluss) sl

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