Gewerkschaft: Keine Streichung der Sozialleistungen für Beamte

Riess-Passers Maßnahmenpaket kann so nicht akzeptiert werden

Wien (GPF/ÖGB). "Die begleitenden Strukturmaßnahmen zu den Gehaltsverhandlungen, die uns von Vizekanzlerin Riess-Passer vorgeschlagen wurden, können wir keinesfalls akzeptieren", erklärt das Präsidium der Gewerkschafts der Post- und Fernmeldebediensteten (GPF). An den Sozialleistungen für Beamte des Bundes dürfe nicht gerüttelt werden, so die Postgewerkschaft weiter. So sieht das vorgelegte Paket unter anderen Maßnahmen wie den Wegfall der Kinderzulage, des Fahrtkostenzuschusses sowie eine Reduktion der Zuschläge bei Sonntagsüberstunden vor. Die Gewerkschaft der Post- und Fernmeldebediensteten formulierten ihre Ablehnung nun in einem Brief an Vizekanzlerin Riess-Passer.++++

Der Brief im Wortlaut:

Sehr geehrte Frau Vizekanzlerin Riess-Passer!

Die Gewerkschaft der Post- und Fernmeldebediensten hat in der am
15. September 2000 stattgefundenen Präsidiums-Sitzung der GPF ausführlich mit den bei der am 12. September 2000 übergebenen tabellarischen Aufstellung über begleitende Strukturmaßnahmen der Bundesregierung zu den Gehaltsverhandlungen 2001/2002 beraten.

Die vorgelegten Maßnahmen sehen unter anderem eine Streichung von Sozialleistungen für die Beamten des Bundes sowie den Wegfall der Kinderzulage, Wegfall des Fahrtkostenzuschusses, Wegfall von Todfallsbeitrag, Wegfall von Essensbons, sowie Reduktion der Zuschläge bei Sonntagsüberstunden usw. vor.

Die Gewerkschaft der Post- und Fernmeldebediensteten lehnt für die von ihr vertretenen Kolleginnen und Kollegen die vorgeschlagenen Strukturmaßnahmen mit aller Entschiedenheit ab und behält sich weitere Schritte vor.

Für die
Gewerkschaft der Post- und Fernmeldebediensteten

Hans-Georg Dörfler Manfred Wiedner Rudolf Randus Vorsitzender Vors.-Stellv. Zentralsekretär (aw)

ÖGB, 16. September 2000 Nr. 741

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