Wöchentliche Verabreichung von Docetaxel sicher und effektiv bei der Behandlung von nicht-kleinzelligem Bronchialkarzinom

Tokio (ots-PRNewswire) - Die regelmäßige wöchentliche Verabreichung des Taxans Docetaxel (Taxotere (r))könnte als Salvagetherapie beim nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom der herkömmlichen 3-Wochen-Behandlung vorzuziehen sein. Dies geht aus Ergebnissen einer klinischen Studie der Phase II hervor, die auf der Neunten Weltkonferenz über Lungenkarzinome vorgestellt wurden.

Von insgesamt 27 ausgewerteten Patienten sprachen 3 (11 Prozent) teilweise auf die Behandlung an, bei 7 (26 Prozent) war die Erkrankung gleichbleibend, während sie bei 17 (63 Prozent) fortschreitend war. Man spricht von einer Teilresponse, wenn sich die Tumorgröße um mindestens 50 Prozent verringert; bei einer Vollresponse ist eine vollständige Remission der Erkrankung aus klinischer und radiologischer Sicht zu verzeichnen. Bei der Evaluierung der Responserate wird sowohl die Teilresponse als auch die Vollresponse berücksichtigt.

"Unsere Ergebnisse sind von großer Bedeutung für Patienten mit therapieresistenten nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinomen, die sich häufig in einem schlechten Gesundheitszustand befinden und die Nebenwirkungen einer Chemotherapie schlecht tolerieren," sagt der Studienleiter Rogerio Lilenbaum, MD, Clinical Assistant Professor of Medicine an der University School of Medicine, Mount Sinai Comprehensive Cancer Center, Miami Beach, Florida. "In der Tat wird die Zahl der Patienten, die aufgrund ihrer therapieresistenten Krankheit für eine Salvagetherapie in Frage kommen, durch das verbesserte Toxizitätsprofil einer wöchentlichen Behandlung mit Docetaxel vergrößert."

Es wurde weder eine Neutropenie 4. Grades (verringerte Anzahl der weißen Blutkörperchen) noch eine Anämie 3. oder 4. Grades oder eine Thrombozytopenie (verringerte Anzahl der roten Blutkörperchen)verzeichnet. Nur drei Patienten entwickelten eine Neutropenie 3. Grades. Als einzige nichthämatologische Toxizitätsreaktion trat ein schwerer Durchfall auf, durch den sich bei vier Patienten die verabreichte Dosis verringerte.

In die Studie aufgenommen wurden Patienten mit dokumentiertem, wiederkehrenden oder therapieresistenten nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom, denen mindestens einen Monat vorher wenigstens ein Chemotherapeutikum verabreicht wurde und die einen Performancestatus (PS) von 0 bis 2 sowie eine messbare und einstufbare Erkrankung und eine normale Nieren-, Leber- und Knochenmarksfunktion aufwiesen.

Von den 30 bisher in die Studie aufgenommenen Patienten wiesen 21 einen PS von 1 und 9 einen PS von 2 auf. Die vorangegangene Therapie beinhaltete bei 12 Patienten Gemcitabine/Vinorelbine, bei 12 Patienten Carboplatin/Paclitaxel und bei den übrigen Patienten verschiedene Einzelsubstanzen oder Kombinationen von Medikamenten. Das mittlere Alter der Studienpopulation betrug 68 Jahre.

Die Patienten erhielten über einen Zeitraum von insgesamt sechs aufeinander folgenden Wochen einmal wöchentlich 36 mg/m2 Docetaxel intravenös über 15 Minuten. Nach einer zweiwöchigen Pause wurden stabile oder auf die Therapie ansprechende Patienten in Achtwochenzyklen weiter behandelt, so lange wie ein positiver Effekt zu verzeichnen war. Nach jedem Sechswochenzyklus wurde die Responserate ermittelt.

Es werden derzeit noch weitere Patienten in die Studie aufgenommen; Überlebensdaten wurden noch nicht ermittelt. Wissenschaftlichen Ergebnissen zufolge erhöht eine Salvagetherapie mit Docetaxel bei einer Verabreichung im Dreiwochenabstand die Überlebensrate bei Patienten mit fortgeschrittenem nicht-kleinzelligem Bronchialkarzinom.

In den USA stellt das nicht-kleinzellige Bronchialkarzinom die Hauptursache von Todesfällen durch Krebserkrankungen dar und wird in der Regel durch Rauchen verursacht. Es handelt sich dabei um die am häufigsten vorkommende Art von Krebs, die 80 Prozent aller Krebserkrankungen ausmacht; Patienten in einem fortgeschrittenen Stadium haben nur begrenzte Therapieoptionen. Lediglich 25 Prozent der Patienten können operiert werden; die meisten werden bestrahlt oder chemotherapeutisch behandelt und durch optimierte Pflege unterstützt.

ots Originaltext: Mount Sinai Comprehensive Cancer Center Thoracic Oncology Program
Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de

Rückfragen bitte an:
Marilin Abril von Thoracic Oncology Program, +1-305-535-3310 oder +1-305-535-3323; oder
Jeff Hoyak und David Patti, beide in MCS Public Relations, +1-800-477-9626

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PRN/13