Bestehende Kfz-Vertriebsregeln haben sich bewährt

Havelka: "Kfz-GVO im Sinne der Verbraucher und Händler verlängern"

Wien (PWK775) - "Die bestehenden Kfz-Vertriebsregeln haben sich bewährt. Der Konsument hat völlige Einkaufsfreiheit in der gesamten EU und es steht ein zuverlässiges, flächendeckendes Kundendienstnetz zur Verfügung, das einen schnellen und qualitativ hochwertigen Kundendienst ortsnah gewährleistet", erklärte Komm.Rat Heinz Havelka, Vorsteher des Bundesgremiums des Fahrzeughandels in der WKÖ, in einer Informationsveranstaltung zum Thema "Was kommt nach der Kfz-GVO 1475/95?" Dabei wurden Österreichs EU-Parlamentarier vom Bundesgremium des Fahrzeughandels und vom Verein für Konsumenteninformation über die Vorteile der bestehenden Kfz-GVO (Gruppenfreistellungsverordnung) informiert.

Eine wesentliche Änderung des derzeitigen rechtlichen Rahmens würde, so Havelka weiter, das jahrzehntelang bewährte Vertriebssystem gefährden und für Händler und Verbraucher eine ungewisse Zukunft bringen. Nach der derzeitigen Regelung werden den Händlern vom Hersteller bzw. Importeur Marktverantwortungsgebiete zur Betreuung zugewiesen, in welchen sie durch ihr Engagement und die Qualität ihrer Leistung für größtmögliche Kundenzufriedenheit zu sorgen haben.

Wie DI Hannes Spitalsky, Geschäftsführer des Vereins für Konsumenteninformation, dazu erklärte, sei aus Verbrauchersicht die Koppelung von Kundendienst und Verkauf sicher sinnvoll. Es sollten jedoch die Auflagen für den Vertrieb mehrerer Marken gemildert werden, um den Händlern mehr Handlungsspielraum zu geben und damit auch den Wettbewerb anzukurbeln. Mag. Christoph Wychera, Geschäftsführer-Stellvertreter des Bundesgremiums des Fahrzeughandels, wies darauf hin, dass die zur Diskussion stehende "Schirm-GVO" 2790/99 keinen geeigneten rechtlichen Rahmen für den Vertrieb von Kfz biete. Die Rechtssicherheit, die derzeit für die Händler und Hersteller besteht, wäre bei der Anwendung der Schirm-GVO auf Kfz-Verträge dahin.

Einigkeit herrschte zwischen Händlern und Kosumentenschützern auch darüber, dass das Internet als Informationsplattform immer mehr an Bedeutung gewinnen, der Kaufabschluss jedoch nicht ohne persönlichen Kontakt mit einem Händler stattfinden werde. Die Frage des Internetvertriebs stehe jedoch in keinem Zusammenhang mit der Kfz-Gruppenfreistellungsverordnung, da diese diesbezüglich alle Möglichkeiten offen lässt.

Die Vertreter Österreichs im europäischen Parlament sicherten ihre Unterstützung für die Beibehaltung der gegenwärtigen klein- und mittelständischen Vertriebsstrukturen zu. (hp)

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

BGr Fahrzeughandel
Mag. Christoph Wychera
Tel.: (01) 50105-3330

Wirtschaftskammer Österreich

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK/PWK