AK Tumpel: Pendlerpauschale sofort erhöhen

Wien (AK) - Soforthilfe für die 600.000 Pendler fordert AK Präsident Tumpel: Dem Finanzminister bringen die gestiegenen Öl- und Benzinpreise ein Körberlgeld von 2 Milliarden Schilling im Jahr -"und die müssen zurück gegeben werden", verlangt Tumpel. Daher soll das Pendlerpauschale sofort um 30 Prozent erhöht werden. Einem durchschnittlichen Pendler bringt das rund einen Tausender im Jahr. Tumpel bezeichnet die Ankündigung höherer Heizkostenzuschüsse als richtigen Weg, auf den aber auch die Pendler ein Anrecht haben. Schließlich ist das Pendlerpauschale dafür da, die Kosten für den Arbeitsweg zu berücksichtigen, und wenn diese Kosten steigen, dann muss auch der Freibetrag steigen, argumentiert Tumpel. Außerdem soll das Kilometergeld um 30 Groschen pro Kilometer angehoben werden. ***

Die Benzin- und Öl-Verteuerung hat die Konsumenten in einem Jahr 12 Milliarden Schilling zusätzlich gekostet, haben AK Experten errechnet. Dem Finanzminister hat das Mehreinnahmen von 2 Milliarden aus der Mehrwertsteuer gebracht. Mit diesen Mitteln muss sofort das Pendlerpauschale erhöht werden, verlangt Tumpel.

Eine Erhöhung des Pendlerpauschales um 30 Prozent bringt Arbeitnehmern mit einem Durchschnittseinkommen von 20.000 Schilling, die derzeit das "kleine Pauschale" haben, zwischen 500 und 1.500 Schilling im Jahr (je nach Länge des Arbeitsweges), beim "großen Pauschale" sind es zwischen 280 und 2.800 Schilling. Tumpel: "Die Arbeitnehmer werden durch die Preissteigerungen enorm belastet - ohne dass sie einen Ausweg haben. Wenn die Fahrtkosten steigen, dann muss das bei der Lohnsteuerberechnung auch berücksichtigt werden."

Der Arbeitsweg hin und retour kostete zum Beispiel eine Pendlerin zwischen Pressbaum und Wien im April des Vorjahres 990 Schilling im Monat. Jetzt zahlt sie dafür gut 1.240 Schilling - also 250 Schilling im Monat mehr als vor einem Jahr.

Dazu kommt noch die Verteuerung der Autobahnvignette ab 2001 (um 450) und die Mehrbelastung durch die höhere Kfz-Steuer - für einen Mittelklassewagen um 1.300 Schilling mehr im Jahr.

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