Farthofer: Temelin: Kampf gegen grenznahe Schrottreaktoren mit allen legalen Mitteln

Verstärkter Anti-Atom-Lobbyismus besonders auf europäischer Ebene gefragt

St. Pölten, (SPI) - Die NÖ Sozialdemokraten wissen um die Gefährdung der Bevölkerung und um die Risiken der Atomenergie und werden weiterhin ihr Engagement für eine Schließung der grenznahen Atomkraftwerke fortsetzen. Die doch in den vergangenen Monaten sehr stille Diplomatie rund um die Inbetriebnahme des tschechischen Atomreaktors Temelin führte zu keinem sichtbaren Erfolg. Der tschechische Atomreaktor mit einem Sicherheits- und Technik-Level aus den 60er Jahren wird aller Voraussicht nach ans Netz gehen. Damit steht in unmittelbarer Nachbarschaft von Österreich ein ‚Tschernobyl-Reaktor‘, der die Gesundheit und die Sicherheit der Menschen massiv gefährdet. Die heutige Grenzblockadeaktion findet daher meine volle Unterstützung. Sie soll ein sichtbares Zeichen sein, dass man über die Interessen und die berechtigten Sorgen der Menschen im Waldviertel nicht so einfach ‚drüberfahren‘ kann", so der Waldviertler SP-LAbg. Erich Farthofer, der an der heutigen Grenzblockade am Grenzübergang Gmünd teilnimmt.****

"Ich glaube, dass Österreich in Sachen grenznaher Atomkraftwerke einen härteren Kurs einschlagen muss. Weiters muss auf europäischer Ebene ein verstärkter Druck ausgeübt und ein Anti-Atom-Lobbying betrieben werden. Wenn stille Diplomatie, Fakten und Fachwissen nicht weiterhelfen, so müssen wir uns andere Wege öffnen", so Farthofer. Wichtig ist jedenfalls auch, dass alle an einem gemeinsamen Strang ziehen. Verschiedene Aussagen der Vergangenheit - so äußerte die VP-Delegationsleiterin im EU-Parlament, Abg. Ursula Stenzel, vergangenes Jahr ihre Ablehnung zu einem harten Anti-Atom-Kurs und sie sieht in den Schrottreaktoren jenseits der Grenze auch keinen Hinderungsgrund für die Länder, der EU beizutreten - nicht gerade hilfreich. "Was wir brauchen ist ein strikter Anti-Atom-Kurs auf allen Ebenen und eine verstärkte Koordinierung der Maßnahmen von privaten Initiativen, den Ländern und dem Bund. Die derzeitigen Handlungen der Bundesregierung fallen jedenfalls sehr verhalten aus und lassen keine Hoffnung auf einen raschen Erfolg aufkommen", so LAbg. Farthofer abschließend.
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