Textilindustrie weiter im Aufwind

Förderprogramm der Jugend ist erfolgreich - WTO-Beitritt Chinas bringt neue Märkte

Wien (PWK772) - Im Rahmen der heute in Bregenz abgehaltenen Österreichischen Textiltagung in Bregenz präsentierte Peter Pfneisl, Obmann des Fachverbandes der Textilindustrie Österreichs, ein äußerst erfreuliches Halbjahresergebnis der österreichischen Textilindustrie. "Der starke Umsatzanstieg hat sich bereits im ersten Quartal angekündigt, es freut aber umso mehr, dass diese Tendenz sich fortgesetzt hat", berichtete Pfneisl.

Nachdem die Umsätze im ersten Halbjahr 1999 um 2,7% anstiegen, weisen die Steigerungsraten im ersten Halbjahr 2000, ein beeindruckendes Plus von 9,3% auf. Das entspricht einem Gesamtumsatz von rd. ATS 21,2 Mrd. Gleichzeitig stiegen die Exporte um 5,3%, auf ATS 14,8 Mrd an. Die Investitionstätigkeit in der Textilindustrie, im Vorjahr noch negativ, zeigt im Halbjahresvergleich ebenfalls mit 7,54% eine beachtliche Steigerung. Das Investitionsvolumen beträgt somit ATS 1.570 Mio. Der Mitarbeiterstand hat leicht nachgegeben und pendelt sich bei rd. 21.170 Beschäftigten ein.

Vorteile erwartet sich die heimische Textilindustrie vom WTO-Beitritt Chinas. So wird die Volksrepublik innerhalb von fünf Jahren das Zollniveau soweit absenken, dass es in weiten Bereichen dem der EU entsprechen wird. Vor allem für textile Vorprodukte werden die Zölle Chinas massiv um bis zu 80% gesenkt. "Wir erwarten uns dadurch langfristig einen neuen sehr interessanten Markt, den wir sicher erfolgreich bearbeiten werden", sagte Pfneisl.

Was die angekündigte Senkung der Lohnnebenkosten betrifft, sprach sich Pfneisl für eine Kostenentlastung der Textilindustrie durch die rasche Entschärfung völlig überzogener Arbeitnehmerschutzbestimmungen. "Es geht nicht an, dass die Einsatzzeiten der Arbeitsmediziner in keinem Verhältnis zur Unfallquote stehen. In Deutschland kommt man mit viel weniger Einsatzzeiten aus. Warum soll das in Österreich anders sein?"

Der Aus- und Weiterbildung widmete Pfneisl einen breiten Raum und betonte vor allem die erfolgreiche Implementierung des Stipendiums der Textilindustrie an Schüler, die eine Berufsausbildung zum Textiltechniker anstreben. So wurden im Schuljahr 1999/2000 insgesamt 73 Stipendien im Wert von ATS 450.000.- vergeben. Derzeit erhalten 127 Schüler Stipendien im Wert von ATS 800.000.-. Die vom Fachverband erarbeitete Jugendbroschüre über die Textilindustrie, die in allen Schulen Österreichs verteilt wurde und im Unterrichtsfach Berufsbildung Verwendung fand, wirkte ebenfalls sehr erfolgreich. Für das heurige Schuljahr stieg die Anzahl der Schüler um 19% auf 1.016. "Das beweist, dass sich unsere intensiven und vielschichtigen Bemühungen mit der Jugend gelohnt haben und wir ein gesteigertes Interesse für unsere interessante Branche wecken konnten", schloss Pfneisl. (MH)

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