21,4 Milliarden Schilling Umsatz für englische Fußballvereine

Wien (OTS) - Ein 10 prozentiges Umsatzplus auf insgesamt rund 21,4 Milliarden Schilling (ca. 1,55 Milliarden EUR) erzielten die 92 englischen Profiklubs in den höchsten vier Spielklassen 1998/99. In der neuesten Studie der Wirtschafts- und Steuerprüfungsgesellschaft Deloitte & Touche zur englischen Football League gehen die Experten von einem weiteren Zuwachs in der Saison 1999/200 aus. Die Milliarden-Pfund-Grenze wird aller Voraussicht nach überschritten werden. Die Einkommenskluft zwischen den Premier League Vereinen und den Clubs in den unteren Spielklassen hat sich weiter vergrößert.

Der englische Fußball ist seit langem ein Milliardengeschäft und die britischen Vereine liegen bei Umsatz und Einkünften weit vor allen anderen europäischen Mitbewerbern. Im Durchschnitt verdiente ein Klub der Premier League in der Spielzeit 1998/99 753,8 Millionen Schilling (54 Millionen EUR), im Vergleich dazu waren es in Italiens Serie A 585 Millionen Schilling (42,5 Millionen EUR), in Spaniens Primera Liga 495 Millionen Schilling (36 Millionen EUR), 472,5 Millionen Schilling (34,3 Millionen EUR) in der deutschen Bundesliga und 315 Millionen Schilling (22,9 Millionen EUR) in der französischen ersten Division.

Der operative Gewinn ohne Transfer- und Finanzierungskosten der 20 Premier League Vereine betrug 1998/99 rund 1,55 Milliarden Schilling (ca. 102 Millionen EUR), die operativen Verluste der übrigen 72 Vereine der anderen Spielklassen bewegen sich in ungefähr der selben Höhe.

Die Kosten für Spielergehälter und Transfer sind weiterhin steigend: So gaben 80 Prozent aller englischen Klubs zwei Drittel ihrer Einnahmen für Spielergehälter aus. Allein in der Premier League betrugen die Spielergehälter in Summe 5,4 Milliarden Schilling (394 Millionen EUR). "Gerade aber in den unteren Ligen liegen die Spielereinkommen teilweise deutlich über den finanziellen Möglichkeiten der Vereine", gibt Gerry Boon, Leiter des Deloitte & Touche Football Industry Teams, zu bedenken. Auch die Transferkosten entwickelten sich durchaus dramatisch. Die Kosten für Spielerankäufe stiegen in der Saison 1998/99 auf insgesamt 7,13 Milliarden Schilling (518,2 Millionen EUR), im Jahr davor waren es noch 5,13 Milliarden Schilling (372,7 Millionen EUR ) Über 25 Millionen Menschen besuchten in der Spielsaison 1998/99 die Spiele der obersten vier Divisionen, für die Spielzeit 1999/2000 zeichnet sich ein leichter Rückgang ab.

Zwtl. Abhängigkeit von Fernsehverträgen wächst

Ein europaweiter Trend ist die immer größere finanzielle Abhängigkeit der Vereine von Fernsehverträgen. Die spanischen Clubs waren hier Vorreiter, und schlossen bereits 1998/99 eigene Übertragungsverträge in der Höhe von 4,5 Milliarden Schilling (327 Millionen EUR) ab. Die Vereine der italienischen ersten und zweiten Division folgten in der Saison 1999/2000 mit einem Vertrag über 7,4 Milliarden Schilling (539,6 Millionen E). Ein durchschnittlicher spanischer Verein bezieht nunmehr über die Hälfte seiner Einkünfte aus Fernsehverträgen, in Frankreich verdienen die Clubs 42 Prozent ihrer Gelder durch die TV-Übertragungen, in der italienischen Serie A sind es 35 Prozent und in der englischen Premier League 29 Prozent.

Durch die neuen TV und Internetverträge wird sich die Einnahmenlücke zwischen einem Klub der Premier League und der First Division von durchschnittlich 600.8 Millionen Schilling (43,7 Millionen EUR)in der Saison 1998/99 auf 1,16 Milliarden Schilling (84,2 Millionen EUR) in der Saison 2001/02 vergrößern. Gerry Boon sieht in den neuen TV und Internet Geschäften jedoch eine Chance für die Klubs der englischen Fußball-Ligen, ihre Finanzlage zu stabilisieren und gewinnorientierter zu agieren.

Deloitte & Touche ist eines der weltweit führenden Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsunternehmen und ist mit mehr als 90.000 Mitarbeitern in 133 Ländern in den wichtigsten Wirtschaftsräumen weltweit vertreten. Nahezu ein Fünftel der bedeutendsten multinationalen Unternehmen der Welt werden von der internationalen Gruppe betreut. In Großbritannien beschäftigt sich eine eigene Abteilung von Deloitte & Touche mit der Finanzgebarung der englischen Football League. (Schluss)

Nähere Informationen und die detaillierte Studie "Annual Review of Football Finance. A review of the 1998/99 season" erhalten Sie bei:

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