EXPO-Projekt "Kreislaufwirtschaft" in Wolfsburg / HANF-GLOBAL : Experten aus 30 Ländern diskutieren Industrieanwendungen

Wolfsburg (ots) - Zur größten EXPO-Veranstaltung Wolfsburgs kommen am 13.09. mehr als 350 Teilnehmer aus 28 Ländern in die Volkswagenstadt. Beim 3. Internationalen Symposium "BIOROHSTOFF HANF (r) 2000 & und andere Faserpflanzen" wollen die Experten aus Wirtschaft und Forschung im Congresspark alle aktuellen Aspekte über technische Anwendungen der Faser- und Ölpflanze austauschen.

An vier Tagen wird im Rahmen des weltweiten EXPO-Projekts "Kreislaufwirtschaft" zu hören und zu erleben sein, was diese alte Kulturpflanze heute international in der Wirtschaft und auf den Weltmärkten bedeutet.

Veranstaltet wird der Kongress auf Deutsch und Englisch vom nova-Institut und der TriTec-Marketing Agentur. Die Stadt Wolfsburg hat einen wesentlichen finanziellen Beitrag geliefert, um diese internationale Veranstaltung im Rahmen des weltweiten EXPO2000-Projekt "Kreislaufwirtschaft" in die Stadt zu holen. Aus Anlaß des Symposiums hat das nova-Institut ein 24-seitiges Magazin veröffentlicht, in dem sich auch Laien über die Inhalte von BIOROHSTOFF HANF (r) informieren können. Über das Internet kann man sich für 100 DM sämtliche Vorträge herunterladen.

Neuartige Züchtungen, in Ungarn erstmals entwickelt und in Australien marktreif gemacht, ermöglichen erstmals auch einen Anbau in subtropischen Breiten. Solche Innovationen erlauben es auch Drittweltländern am gegenwärtigen Marktinteresse teil zu haben. Industriehanf soll nicht mehr als Genußmittel, sondern als ein nachwachsender Rohstoff erster Güte angesehen werden. Neue Verarbeitungsmethoden dieser Pflanze mit der technischen Anwendungen als Hanffaser-Bio-Kunststoff werden ebenso vorgestellt wie Textilanwendungen in der Automobil- und Bauindustrie als Verbund-oder Dämmstoff. Zur Sprache kommen am vierten Tag auch medizinische Anwendungen bei Asthma- oder Rheumabeschwerden.

Interview mit Dipl. Physiker Michael Karus (43), dem Geschäftsführer des nova-Institut / Hürth

EXPO-Team: "Was bringt mehr als 300 Teilnehmer aus 28 Ländern dazu, in Wolfsburg über Hanf zu diskutieren?"

M.Karus: "Der Informationsaustausch über technische Anwendungen. Es handelt sich vornehmlich um Unternehmer und Forschungseinrichtungen. Was wir so als Hanfprodukte aus Hanfläden o.ä. kennen macht ja nur 2% des Marktes aus.

EXPO-Team: "Auf welchem Gebiet haben denn die Produkte aus Hanf die größten Marktmöglichkeiten?"

M.Karus: "In Zukunft handelt es sich hauptsächlich um Verbundwerkstoffe und Dämmstoffe für die Automobil- und die Bauindustrie."

EXPO-Team: "Und warum veranstalten Sie das 3.Symposium grade in der Volkswagenstadt Wolfsburg?"

M.Karus: "Die ersten beiden Symposien fanden auf der BIOFACH-Messe in Frankfurt am Main statt. Dabei haben wir mächtig an Fahrt gewonnen und sind zu einem weltweiten Leitkongress auf dem Gebiet von Hanf und anderen Faserpflanzen geworden.

Wir wollen auch die Automobilindustrie neugierig machen auf die unendlichen Möglichkeiten die in nachwachsenden Rohstoffen stecken. Schließlich findet hier das weltweite EXPO-Projekt "Kreislaufwirtschaft" statt, wo die Themen ganzheitlich behandelt werden.

EXPO-Team: "Wie beurteilen Sie das Anliegen Wolfsburgs zu einem Anwenderzentrum zu werden?"

M.Karus: "Wo Gewerbegebiete entstehen, gibt es auch Möglichkeiten. Die Zentren für nachwachsende Rohstoffe und Werkstoffe liegen z.Zt noch mehr in Süddeutschland. So ist also eine Marktlücke im Norden. Brandenburg und Sachsen Anhalt machen auch Anstrengungen, siehe die Anlagen in Gardelegen oder Zhedenick oder das ÖHMI in Magdeburg.

EXPO-Team: "Wie hat sich die Situation für Hanf entwickelt, seit er wieder angebaut werden darf?"

M.Karus: "Die Ernte- und Verarbeitungstechniken haben sich in den letzten Jahren verbessert. In der Bundesrepublik werden jährlich ca. 4000 Hektar mit Hanf bebaut. In Frankreich, die Spitzenreiter sind, sind es ca. 10 000 Hektar. In südöstlichen Ländern wie Rumänien und Ungarn ist der Anbau etwas zurück gegangen."

EXPO-Team: "Wächst Hanf denn nicht viel besser in warmem Klima."

M.Karus: "Es gibt keine Sorten für Nutzhanf, die in den Tropen wachsen. Bis Südfrankreich/Spanien geht das noch. Eine der Neuerungen, die wir hier vorstellen werden ist eine in Ungarn gezüchtete Art, die als erste in subtropischen Gebieten gedeihen kann. Sie wurde in Australien so weiterentwickelt, daß sie jetzt marktreif ist."

EXPO-Team: "Was gibt es denn noch für wichtige Innovationen auf dem Gebiet des Hanf ?"

M.Karus: "Aus Österreich stellen wir den Hanffaser-Bio-Kunststoff "ZELFO" vor. Das ist ein neuer Werkstoff.

EXPO-Team: "Was bringt Sie und das nova-Institut dazu, sich grade für Hanf zu interessieren?"

M.Karus: "Ich bin Diplom-Physiker und wir untersuchen seit Jahren die Eigenschaften von nachwachsenden Rohstoffen insbesondere von Faserpflanzen. Wir arbeiten mit Raps, Flachs, Biokunststoffen. Als dann Hanf wieder auf den Markt kam, entdeckten wir eine Marktlücke um Marktforschung über Hanfprodukte anzustellen. Es wird in gewisser Weise eine Nische bleiben, aber doch eine ziemlich große - es steckt noch viel Potenzial in dem Thema."

EXPO-Team: "Herr Karus wir danken Ihnen für das Gespräch."

ots Originaltext: HANF-GLOBAL Im Internet recherchierbar:
http://recherche.newsaktuell.de

Infos über den Kongress und Vorträge: www.biorohstoff-hanf.de

Weitere Informationen und Fotos bei: Tillmann Römer EXPO-Team Wolfsburg / Öffentlichkeitsarbeit Tel.: +49 5361 - 831421 oder 0173 -924 23 44 e-mail: presse@expo-kreislaufwirtschaft.de

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