Jeder vierte Lenker fährt ohne Gurt

Wien (OTS) - Die aktuelle Gurtstatistik beweist: Das Sicherheitsbewußtsein der Österreicher läßt zu wünschen übrig - jeder vierte Lenker fährt ohne Gurt, auf den Rücksitzen schnallen sich 60% nicht an - das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) fordert daher höhere Strafen

Laut Information der Statistik Österreich gab es im 1. Halbjahr 2000 bereits 141 getötete Kfz-Insassen, die keinen Sicherheitsgurt verwendet hatten ? das sind 4 Tote mehr als im Vorjahr. Daher fordert das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) höhere Strafen für "Gurtmuffel?, zu Ihrer eigenen Sicherheit.

Die Statistik der KfV-Verkehrstechnik zeigt, daß die Anschnallquote bei den Lenkern seit 1994 zwischen 70 und 74% schwankt, wobei sich seit 1997 ein leichter Rückgang bemerkbar macht. Wiederum ist erkennbar, daß bei Frauen die Bereitschaft, einen Sicherheitsgurt anzulegen, stärker ausgeprägt ist.

Gurtmuffel am Rücksitz

Nur 41% der erwachsenen Mitfahrer sind auf den Pkw-Rücksitzen angeschnallt, obwohl dies seit 1990 Pflicht ist. Um so erstaunlicher ist diese geringe Quote, da man sich einem doppelten Risiko aussetzt, wenn man am Rücksitz auf den Gurt verzichtet: Bei einem Aufprall gefährdet man zusätzlich den Vordermann, gegen den man geschleudert wird.

Die Verwendung von Kindersicherungseinrichtungen ist allgemein seit 1994 von 64% auf immerhin 70% gestiegen. Am Beifahrersitz werden 83% der Kinder angegurtet, am Rücksitz dagegen ist jedes dritte Kind ungesichert!

Frauen greifen eher zum Gurt

Das Sicherheitsbewußtsein ist bei Frauen stärker ausgeprägt als bei Männern: 80% der Beifahrerinnen und drei von vier Frauen am Steuer gehen auf Nummer sicher und verwenden einen Sicherheitsgurt. Bei den männlichen Beifahrern war dies nur bei 62% bzw. bei den Lenkern zu 69% der Fall.

"Sich nicht anzuschnallen ist kein Kavaliersdelikt, sondern ein Spiel mit dem Tod, da das Risiko, bei einem Verkehrsunfall getötet zu werden, für nicht angeschnallte Lenker siebenmal höher ist als für angeschnallte," stellt KfV-Direktor Dr. Othmar Thann fest. "Wenn sich die Anschnallquote auf rund 95% erhöhen würde, könnte man in Österreich mindestens 100 Tote jährlich vermeiden."

Der Gurt kann im Ernstfall der Lebensretter schlechthin sein. Ein Aufprall mit 50 km/h entspricht einem ungebremsten Sturz aus dem 3. Stockwerk oder aus 10 m Höhe.

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