Dirnberger: Mineralölwirtschaft demaskiert Benzinpreisgipfel als Kasperltheater

Minister, Konsumentenvertreter und Autofahrer wurden gepflanzt

Wien (OTS) - Die neuerliche Erhöhung der Preise bei Diesel, Benzin und Heizöl um 30 Groschen zeigt, dass die Vertreter der Mineralölwirtschaft den Benzinpreisgipfel von vergangener Woche nur als 'Pflanz' am Minister Bartenstein, den anderen Teilnehmern und den Autofahrern gesehen haben. Die Mineralölwirtschaft selbst hat den Benzinpreisgipfel als Kasperltheater demaskiert". Das stellt heute AK-Vizepräsident Alfred Dirnberger (ÖAAB) fest und fordert nun die amtliche Preisregelung beim Treibstoff, "jetzt muss Bartenstein Härte zeigen".

Offenbar war die neueste Erhöhung von langer Hand geplant, und die Senkung der Preise von vergangener Woche um 15 Groschen nur eine Beruhigungspille für die Verhandlungsteilnehmer am Benzinpreisgipfel. Das ergibt sich daraus, dass jetzt ein Sprecher der Mineralölwirtschaft meint, die Senkung habe nicht den Marktbedingungen entsprochen, und daher müsse nun um 30 Groschen erhöht werden. Dirnberger: "Na, das müßte der Herr vergangene Woche auch schon gewußt haben. Dabei hat das alles in Wirklichkeit nichts mit Markt zu tun. Denn tatsächlich nützen die Mineralölfirmen jede Erhöhung der Ölpreise am Weltmarkt für sofortige Preiserhöhungen beim Treibstoff, allfällige Senkungen am Weltmarkt werden nie oder nur verspätet und dann auch nur teilweise an die Konsumenten weitergegeben."

Dirnberger betont, dass das Vorgehen der Mineralölwirtschaft nur unterstreicht, wie wichtig staatliche Kontrolle und Eingriffe sind, wenn übermächtige Konzerne glauben, mit den Konsumenten machen zu können, was sie wollen. "Wenn Liberalisierung so weit geht, dass der einzelne dabei auf der Strecke bleibt, muss der Staat gegensteuern", fordert AK-Vizepräsident Dirnberger die Einführung der amtlichen Preisregelung.

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