Onodi: Neues Konzept zur Rettung der Mariazellerbahn

Landes-Regionalbahngesellschaft soll Nebenbahnen unter Einbindung der ÖBB sowie lokaler und regionaler Institutionen weiterführen

St. Pölten, (SPI) - "In der Frage der Nebenbahnen in Niederösterreich gibt es eine neue, besorgniserregende Entwicklung. Ab dem Sommerfahrplan 2001 ist für den gesamten Katalog der 13 Strecken, die von den ÖBB zur Schließung vorgesehen sind, keine Fahrplanerstellung mehr vorgesehen - ab diesem Zeitpunkt ist damit der Betrieb auf vielen wichtigen Nahverkehrsstrecken, darunter auch die Mariazellerbahn, eingestellt. Dies wäre der größte verkehrspolitische Kahlschlag in der Geschichte des Nahverkehrs in Niederösterreich. Die Zeit drängt, zur Rettung seiner Nebenbahnen bleibt dem Land Niederösterreich kaum mehr als ein halbes Jahr Zeit", umschreibt die Zweite Präsidentin des NÖ Landtages und St. Pöltner Abg. Heidemaria Onodi die Situation.****

"Die Situation erfordert nun rasches Handeln. Die NÖ Sozialdemokraten werden nun auf Landesebene die Gründung einer NÖ Regionalbahngesellschaft betreiben, entsprechende Gespräche mit Landesverkehrsreferent LH Dr. Erwin Pröll sollen in den nächsten Tagen aufgenommen werden. Eckpunkte sind ein Gesellschaftsmodell, welches eine möglichst breite Beteiligung und Mitarbeit der am Weiterbestand der Nebenbahnen interessierten öffentlichen und privaten Körperschaften ermöglicht, eine entsprechende Know-how-Zuführung bzw. Beteiligung durch Privatbahnen bzw. privaten Verkehrsunternehmen sowie eine Beteiligung der Österreichischen Bundesbahnen in einem wirtschaftlich, rechtlich und organisatorisch gerechtfertigten und vertretbaren Ausmaß", so Onodi.

Notwendige Finanzmittel sind primär aus den zweckgewidmeten Mitteln der Mineralölsteuer - also den diesbezüglich vom Bund den Ländern überlassenen Finanzmitteln - sowie aus den Fahrerlösen zu lukrieren. "Nicht zuletzt darf man auch den Bund nicht aus seiner Verantwortung hinsichtlich der Zuverfügungstellung öffentlichen Verkehrs entlassen. Man kann nicht Regionen und Gemeinden völlig die Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz streichen, man kann nicht ganze Regionen von der öffentlichen Verkehrsanbindung abnabeln. Entsprechende Finanzzuschüsse des Bundes sind einzufordern, wobei sich die Größenordnung an den Wirtschaftlichkeitsberechnungen bzw. der entsprechenden Bedarfsfeststellung vor Ort orientieren wird müssen", stellt Onodi klar.

"Diese Lösungsansätze könnten direkt auch auf die Mariazellerbahn umgelegt, werden, für die ja, wie Landesverkehrsreferent LH Erwin Pröll mir in seiner Anfragebeantwortung mitgeteilt hat, die entsprechenden Verhandlungen bereits laufen. Für mich ist die Rettung der Mariazellerbahn von besonderer Wichtigkeit, doch auch die vielen anderen Regionalbahn in Niederösterreich brauchen unsere Unterstützung. Viele Nebenbahnen sind erhaltungswürdig, wir wollen für alle entsprechende Lösungsmöglichkeiten finden", so die SP-Landespolitikerin.
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