RFW: JA zu 72 Std. Öffnungszeiten - NEIN zu Manchesterliberalismus

RFW-Bundesobmann-Stv. Fiedler: "Wir sind auf der Seite unseres Fachpersonals"

Wien, 10-09-2000 (OTS) Die Forderung der ÖVP-Vertreter in der Wirtschaftskammer, die Geschäfte rund um die Uhr aufzusperren, wird seitens der Ringes Freiheitlicher Wirtschaftstreibender im Namen des mittelständischen Handels und dessen überwiegend weiblichen Mitarbeitern auf keinen Fall unterstützt, sagte heute RFW-Bundesobmann-Stellvertreterin, KR Mag. Dorothea Fiedler.****

Es ist bedauerlich, daß gerade jene, welche bisher jegliche "Kammerliberalisierung" blockiert hätten, bei den Ladenöffnungszeiten den Begriff "liberal" derart mißbrauchten, indem dem Drängen der den Markt schon jetzt beherrschenden Konzerne nachgegeben werden soll.

"Faktum ist, daß laut jüngsten Umfragen die Verbraucher mit den geltenden Öffnungszeiten mehr als zufrieden sind. Trotzdem hat sich der RFW mit einer Verlängerung der Öffnungszeiten von 66 auf 72 Stunden, wie in der Regierungsvereinbarung festgehalten, einverstanden erklärt. In der Zeit zwischen 5 Uhr und 19.30Uhr soll jetzt jeder seine 2 Stunden aufsperren können"; so Fiedler, die den Handel auch als Bundessektionsobmann-Stellvertreterin in der Wirtschaftskammer Österreich vertritt.

Jetzt jedoch auf dem Rücken der Mitarbeiter den Manchester-Liberalismus zu proben, dürfe im Parlament keine Mehrheit finden. Insbesondere für Pendler, Mütter und Frauen allgemein, welche im Handel tätig sind, seien weder die Fahrpläne der öffentlichen Verkehrsmittel, noch die Kindergartenöffnungszeiten den Notwendigkeiten bei einer Nachtöffnung der Läden angepaßt.

Die mit derartig exzessiven Öffnungszeiten, wie vom ÖVP-Teil der Wirtschaftskammer vorgeschlagen, verbundene Vernichtung von wertvollen Vollzeitarbeitsplätzen werde wohl deswegen in Kauf genommen, um den Weg hin zu Stundenjobs zu ebnen, die vor allem die Frauen weiter in die Armutsfalle treiben würden, so Fiedler.

"Der mittelständischen Handelslandschaft, welche die Nahversorgung vor allem im ländlichen Raum trägt, den Krieg zu erklären, indem den Multis auf der grünen Wiese nachgegeben wird, ist wohl eine der schlimmsten Ausrutscher des ÖVP-Wirtschaftsbundes und Beweis dafür, daß der Interessensausgleich in der Kammer erst wieder erlernt werden muß", betont Fiedler.

72 Stunden Ladenöffnung von 5 bis 19.30 Uhr inklusive einer Möglichkeit der Landeshauptleute, den regionalen Bedürfnissen nachkommen zu können, bezeichnete Fiedler heute als die Linie des RFW, die auch der FPÖ-Nationalratsfraktion dringend empfohlen werde.

Beim Thema Ladenöffnung werde der freiheitliche Weg zu gehen sein, nämlich für den "kleinen Mann da zu sein" und nicht für die Handelsmultis, schloß die Handelssprecherin des RFW, Mag. Dorothea Fiedler.

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