LHStv. Bauer: Länderübergreifende Zusammenarbeit am Gesundheitssektor muss forciert werden

SMZ-Ost könnte für NÖ in der Kinderchirurgie und Radioonkologie ein guter Partner sein

St. Pölten, (SPI) - Im Raume Klosterneuburg/Tulln werden sich die drei Spitäler der Region Klosterneuburg, Tulln und die Landesnervenklinik Maria Gugging zum ‚Donauklinikum‘ zusammenfinden. In diesem Zusammenhang soll im Krankenhaus Tulln, das bisher schon eine Kinderabteilung mit dem Schwerpunkt Neonatologie sowie eine geburtshilfliche Abteilung betrieben hat, zu einem sogenannten ‚NÖ Kinderzentrum‘ ausgebaut werden. In Kooperation mit dem SMZ-Ost in Wien könnte künftighin auch am Krankenhaus Tulln eine medizinisch hochwertige kinderchirurgische Versorgung aufgebaut werden. Die Kinderchirurgie hat sich in den letzten 50 Jahren hochspezialisiert und zu einem eigenen chirurgischen Fach entwickelt. Beispielsweise können angeborene Missbildungen heute bereits vielfach in den ersten Lebensmonaten des Kindes operativ behoben werden. Aus fachlichen Gründen sollte ein eigenes kinderchirurgisches Zentrum wohl ein Einzugsgebiet von 2,5 Mio. Einwohnern haben, durch die Kooperation und die medizinische Zusammenarbeit mit dem SMZ-Ost ist eine ärztliche Behandlung Niederösterreichischer Patienten im Donauklinikum am Standort Tulln aber durchaus möglich.****

Eine weitere Kooperation mit dem SMZ-Ost in Wien bietet sich im Bereich der radioonkologischen Versorgung für Patienten des Weinviertels an. Für schwer erkrankte Krebspatienten ist die Vorortversorgung die beste Betreuung, da ein weiterer Transport für sie mit Schmerzen und einer erhöhten Frakturgefahr einhergehen. Um die Kosten eines Ausbaus der Versorgung gering zu halten und dennoch die Effizienz der medizinischen Betreuung zu gewährleisten, kann ein sogenanntes "Satellitenmodell", wie es bereits erfolgreich in Holland oder den USA angewendet wird, genutzt werden. Dabei findet am "Satellitenstandort" die tägliche Indikationsstellung, Therapie und Nachsorge statt. Die teure Infrastruktur hingegen für Planung, Simulation, Datenmanagement oder für die Sicherheits- und Qualitätschecks können von der Zentrale miterledigt werden. "Eine flächendeckende Versorgung der Bevölkerung und eine ständige Erneuerung der medizinischen Einrichtungen nach dem jeweiligen Stand der Technik verursachen hohe Kosten. Genau aus diesem Grund und aus der Tatsache heraus, dass eine enge Zusammenarbeit unbestritten einen Fortschritt im Wissensstand bedeuten, muss die Kooperation zwischen den verschiedenen medizinischen Zentren, aber auch dem niedergelassenen Bereich, optimiert werden. Weiter wird damit mit der radioonkologischen Abteilung im KH Wiener Neustadt und der geplanten Abteilung im KH Krems für Niederösterreich eine flächendeckende Versorgung verwirklicht. Deshalb ist die länderübergreifende Zusammenarbeit kontinuierlich zu forcieren", betont LHStv. Dr. Hannes Bauer.
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