FORMAT: Karl Wlaschek denkt wegen Reichensteuer ans Auswandern

Auch Bauunternehmer Lugner und Fruchtsafterzeuger Rauch ziehen ihre Stiftungen aus Österreich ab

Wien (OTS) - Billa-Gründer Karl Wlaschek denkt ans Auswandern,so aufgebracht ist er über das aktuelle Belastungspaket der Regierung, das auch höhere Steuern für Privatstiftungen vorsieht. Dem am Montag erscheinenden Nachrichtenmagazin FORMAT bestätigt Wlascheks Stiftungsvorstand Günter Cerha: "Herr Wlaschek ist außerordentlich verärgert und hält das Vorgehen der Regierung für einen Betrug. Er wird sein Kapitalvermögen ins Ausland bringen. Nur die Immobilien bleiben in Österreich. Außerdem will er auch persönlich das Land verlassen."

Die Absichten des 83jährigen Milliardärs sind ernsthaft. Wirtschaftsprüfer Cerha sagt im FORMAT: "Er ist ein emotionaler Mensch und wird daher wirklich Konsequenzen ziehen." In der Karl Wlaschek Privatstiftung befindet sich neben Immobilien für rund 18 Milliarden Schilling auch ein milliardenschweres Geldvermögen. Bei Verlagerung ins Ausland werden dafür 25 Prozent Kapitalertragssteuer fällig, doch Cerha deutet an: "Es gibt Möglichkeiten, das zu verhindern."

Neben Wlaschek toben etliche vermögende Österreicher über die geplante Stiftungssteuer. FORMAT zitiert den Vorarlberger Fruchtsaftproduzenten Fran Rauch: "Ich lasse gerade prüfen, ob wir in die Schweiz oder nach Luxemburg gehen. Meine Stiftung verschwindet auf jeden Fall aus Österreich. Mir reicht es. Man kann sich in diesem Staat auf nichts verlassen." Angesichts der höheren Steuern, die auch auf Unternehmen zukommen, legt Rauch ein Schäuferl nach: "Was die Firma betrifft, werde ich ebenfalls keinen Schilling mehr hier investieren, nur noch im Ausland."

Und Bauunternehmer Richard Lugner sagt im FORMAT: "Ich löse meine Stiftung auf und werde von der Republik Schadensersatz verlangen. Denn für die Errichtung habe ich 25 Millionen Schilling gezahlt. Die will ich zurück."

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