THEMA DES MONATS September 2000: Beratung bei Lebensmittelallergien durch Datenbank erleichtert

Wien (OTS) - Die Beratung von Personen, die an einer Lebensmittelunverträglichkeit leiden, gestaltet sich bei dem vielfältigen Nahrungsmittelangebot und der oft unzureichenden Kennzeichnung der Produkte sehr schwierig, besonders wenn der Anteil zusammengesetzter Produkte wie Fertigmenüs steigt. Die Informationen auf der Verpackung können nur in beschränktem Maße für die Auffindung von möglichen problematischen Inhaltsstoffen herangezogen werden, da Zutaten dort nicht aufscheinen müssen, wenn der Anteil am gesamten Produkt einen bestimmten Prozentsatz nicht übersteigt. Eine Möglichkeit, den Betroffenen Hilfestellung zu leisten, besteht in der Zusammenstellung von Listen mit Nahrungsmitteln, die vom Patienten zu meiden sind. Da diese unmöglich vollständig sein können, ist allein durch den Umstand, dass das Produkt nicht in den Listen verzeichnet ist, nicht dessen Unbedenklichkeit garantiert.

Einen anderen Weg beschreitet die Österreichische Gesellschaft für Ernährung, die mit der Unterstützung von Vertretern der Lebensmittelindustrie inhaltsbezogene Informationen über in Österreich erhältliche Produkte sammelt. Diese Informationen werden jährlich aktualisiert und in sogenannten frei-von-Broschüren Vertretern der Heilberufe (Ärzte/innen, Diätassistenten/innen, Ernährungswissenschafter/innen etc.) gegen einen geringen Unkostenbeitrag als Hilfsmittel bei der Beratung zur Verfügung gestellt. Diese Broschüren gibt es für die Zutaten bzw. Zusatzstoffe:
Azofarbstoffe, Benzoate, Ei, Gluten, Kuhmilcheiweiß, Lactose, Schwefeldioxid, Soja und Weizen. Als zusätzliches Service gibt es auch die Möglichkeit, die Datenbank auf CD-ROM zu beziehen, mit der man unter Zuhilfenahme einer darauf befindlichen Abfragesoftware mit Möglichkeit der Einschränkung auf einzelne Nahrungsmittelkategorien (z.B. Babynahrung) bzw. mehrere Zusatzstoffe (z.B. Kuhmilcheiweiß und Gluten) dem Informationsbedürfnis angepasste Produktlisten drucken kann.

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Mag. Peter Rait
Österreichischen Gesellschaft für Ernährung
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