FSG: Regierung verunsichert JunglehrerInnen

Gehrers Sparerlass verursacht Chaos

Wien (FSG/GÖD). In wenigen Tagen beginnt auch im übrigen Österreich die Schule und viele JunglehrerInnen wissen noch immer nicht ob sie unterrichten "dürfen oder auf der Straße stehen werden", kritisiert der Vorsitzende der Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen in der Bundesektion PflichtschullehrerInnen in der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst, Herbert Modritzky.++++

Vor dem Sommer wurde vom Unterrichtsministerium zugesichert, dass es im Herbst keine Personalkürzungen im LehrerInnenbereich geben werde. Inzwischen gibt es den sogenannten "Fünf-Prozent-Sparerlass" von Unterrichtsministerin Gehrer und viele Landesschulräte legen diesen restriktiv und verwirrend aus. Modritzky: "Täglich erreichen mit zahlreiche Hilferufe." Einer dieser Betroffenen meinte wörtlich:
"Ich erlebe ein Wechselbad der Gefühle. Ich schwanke zwischen Verzweiflung und Resignation."

Dass viele JunglehrerInnen von heute auf morgen vor den Trümmern ihrer Existenz stehen, sieht Modritzky darin begründet, dass einerseits ein "Polster für Vertretungen geschaffen werden soll, anderseits viele Schulbehörden eine fünfprozentige Kürzung des gesamten Personals angeordnet haben". Modritzky: "Das zeugt nicht nur von mangelnder Managementqualität, sondern bedeutet eindeutig einen Bruch von Vereinbarungen im Regierungsprogramm."

Der FSG-Vorsitzende: "Auf der Strecke bleiben die JunglehrerInnen, denen auf menschenverachtende Weise kurzfristig die Lebensgrundlage entzogen werden soll. Ich fordere die Verantwortlichen auf, zu den Vereinbarungen zu stehen und im Sinne unserer SchülerInnen und der Familien der Betroffenen, die engagierten JunglehrerInnen weiter zu beschäftigen."

FSG, 5. September 2000 Nr. 145

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