Pressestimmen/Vorausmeldung "Neue Kärntner Tageszeitung" Kommentar: Zweierlei Maß am 10. Oktober

Ausgabe vom 5.9.2000

Geht es nach den Lesern der neuen "Kärntner Tageszeitung", müsste der 10. Oktober arbeitsfrei sein. Gut 99 Prozent jener, die unsere Aktion unterstützen, und das sind Tausende, treten dafür ein, das 80. Jubiläum der Kärntner Volksabstimmung als Feiertag zu begehen. Eine Meinung, die offiziell auch Sozialdemokraten und Freiheitliche vertreten. Das schwarze Lager ist gespalten.

Gestern scheiterte ein letzter Versuch von ÖGB und Arbeiterkammer, die Wirtschaftskammer doch noch zu einem Einlenken zu bewegen und den Mitarbeitern der Betriebe eine Teilnahme an den Feierlichkeiten zu ermöglichen. Präsident Franz Pacher, für die Arbeitnehmer der meistgehasste Kärntner, schaltete auf stur. Offenbar wird die Causa zu einer Prestigefrage, bei der etliche Unternehmer ein doppeltes Spiel treiben. Während sie den Mitarbeitern gegenüber treuherzig versichern, ohnedies für einen Feiertag einzutreten, klopfen sie Pacher auf die Schultern und ermuntern ihn, weiter hart zu bleiben. Auf gut Kärntnerisch würde man diese Taktik als "windisches Spiel" bezeichnen.

Dass die Standpunkte verhärtet sind, ist nicht zuletzt der Politik zuzuschreiben. Denn Landeshauptmann Jörg Haider hätte wissen müssen, dass es böses Blut macht, den Landesbediensteten am 10. Oktober freizugeben, während der Großteil der Arbeitnehmer hakeln muss. Warum nur die Beamten? Gibt es in Kärnten Arbeitnehmer erster und zweiter Klasse? Die KTZ wird jeden falls nicht ermüden, immer wieder auf diese Ungerechtigkeit hinzuweisen. Die Bevölkerung und das enorme Leserecho geben uns Recht.

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