Aussendung Büro Regierungsbeauftragte Dr. Maria Schaumayer

Pressemitteilung über das Ergebnis der abschliessenden Verhandlungen für das Abkommen zwischen der österreichischen Bundesregierung und der Regierung der Republik Polen betreffend die Zusammenarbeit bei den freiwilligen Leistungen der Republik Österreich an ehemalige Sklaven- und Zwangsarbeiter des nationalsozialistischen Regimes

Wien (OTS) - 1. In Verhandlungen zwischen Delegationen unter der Leitung von Staatssekretär Dr. Jerzy Kranz und Regierungsbeauftragter Dr. Maria Schaumayer wurde heute der Text für ein Regierungsabkommen zwischen der Österreichischen Bundesregierung und der Regierung der Republik Polen betreffend die Zusammenarbeit bei den freiwilligen Leistungen der Republik Österreich an ehemalige Sklaven- und Zwangsarbeiter des nationalsozialistischen Regimes finalisiert.

2. Nach sorgfältiger Prüfung der Opferzahlen durch die Stiftung "Deutsch-Polnische Aussöhnung", der Partnerorganisation des Versöhnungsfonds, wurden 550 Mio ÖS als Höchstbetrag, bis zu dem Leistungen des Versöhungsfonds abgerufen werden können, festgelegt.

3. Beide Seiten haben die Kategorien der Leistungen (Sklavenarbeit (ÖS 105.000), Zwangsarbeit in der Industrie (ÖS 35.000), Zwangsarbeit in der Landwirtschaft (ÖS 20.000), mitdeportierte Kinder und Minderjährige vor Vollendung des 12. Lebensjahres und Kinder, die während des Zwangsarbeitseinsatzes ihrer Mutter auf dem Gebiet der heutigen Republik Österreich geboren wurden (je nach Kategorie der Eltern) und weibliche Zwangsarbeiter, die Kinder in Ostarbeiterinnenentbindungsheimen zur Welt brachten oder zum Schwangerschaftsabbruch genötigt wurden (zusätzlich ÖS 5.000)) bestätigt.

4. Die Verwaltungskosten werden in einem Vertrag zwischen der polnischen Stiftung und dem Versöhungsfonds außerhalb des für die Opfer vorgesehenen Höchstbetrags geregelt werden.

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