Glawischnig: Temelin-Probebetrieb muß verschoben werden!

Einschalten des Reaktors aufgrund schgockierender Sicherheitsmängel unverantwortbar

Wien(OTS) Anläßlich der Entdeckung von undichten Stellen im Primärkreislauf des Kernkraftwerks am vergangenen Wochenende verlangt Eva Glawischnig, Umweltsprecherin der Grünen, erneut vehement den Aufschub der für Mitte September geplanten Aktivierung von Temelin. "Es wäre unverantwortlich und skandalös, den Reaktor unter diesen Umständen anzufahren. Der Primärkreislauf zählt zu den sicherheitstechnisch wichtigsten Elementen des Kernkraftwerks. Durch Lecks kann radioaktiv verseuchtes Wasser austreten", ist Glawischnig schockiert über die neuen Entwicklungen. "Temelin darf nicht in Betrieb gehen, bevor nicht alle offenen Sicherheitsfragen restlos geklärt sind." Angesichts der Geheimhaltung von wichtigen Unterlagen seitens der Temelin-Betreiber sei eine Sicherheitsüberprüfung aber so gut wie unmöglich, so die Abgeordnete. Die Grünen verlangen daher erneut eine Begehung des Kernkraftwerks durch eine internationale Expertengruppe.

Im Hinblick auf die morgige Sondersitzung des Nationalrats, bei der die Regierungsparteien einen "Schulterschluß gegen Temelin" versuchen wollen, erneuert Glawischnig die Temelin-Kritik an der Bundesregierung. "Die österreichische Regierung ist einerseits viel zu spät aus ihrem Anti-Atom-Tiefschlaf erwacht und hat andererseits die seit Monaten anstehenden Hausaufgaben nicht erledigt", kritisiert die Umweltsprecherin. Glawischnig erinnert in diesem Zusammenhang daran, daß Wirtschaftsminister Bartenstein per Ministerratsbeschluß verpflichtet ist, sich EU-weit für strenge Anti-Dumping-Regelungen einzusetzen, bisher aber untätig blieb.

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