Postämter-Schließung benachteiligt ländlichen Raum

Schöls ruft Bürgermeister als Mitstreiter gegen Postgeneral auf

St. Pölten (OTS) - Die vom Post-Generaldirektor angekündigte drastische Personalkürzung würde unweigerlich zur Schließung einer Vielzahl kleiner Postämter vor allem am Land führen und damit den ländlichen Raum und seine Bevölkerung schwer benachteiligen, kritisiert der Vorsitzende der NÖ Christgewerkschafter, Bundesrat Alfred Schöls. "Es ist für mich unverständlich, daß die Post ihr Service und die Versorgung der Landgemeinden derartig verschlechtern will. Man muß auch im Internet-Zeitalter zur Kenntnis nehmen, daß nicht jeder Mitbürger über Computer, e-mail und handy verfügt, sondern gerne und oft die Dienste des Postamtes in Anspruch nimmt". Schöls rief in diesem Zusammenhang die Bürgermeister als "Mitstreiter gegen die Verschlechterung der bewährten, bestehenden Infrastruktur" auf.

Man dürfe auch nicht außer acht lassen, daß durch die zur Postämter-Schließung führende Personalkürzung auch Arbeitsplätze in diesbezüglich ohnehin schwachen Bereichen verloren gingen, zeigte Schöls auf. Besonders der ohnehin teils extrem ausgedünnte Außendienst dürfe nicht weiter reduziert werden. "Daß Einsparungen nötig und möglich sind, ist keine Frage", sagte Schöls weiter. "Aber das sollte primär in der internen Infrastruktur und der Verwaltung stattfinden. Gemeinsam lassen sich hier sicher Lösungen finden", fordert Schöls einen Reform-Dialog mit der Gewerkschaft ein.

Über die Abschaffung mancher (nicht nur bei der Post) oft gerne zitierten "Privilegien" könne man ebenfalls diskutieren, "wenn dies ohne Polemik geschieht. Denn man muß den Leuten schon plausibel erklären, warum gewisse Regelungen, die bisher für Generationen von Postlern selbstverständlich waren, plötzlich nicht mehr gelten sollen - selbst wenn deren Abschaffung nach außen hin gerechtfertigt erscheint", mahnt Schöls zu einem entspannteren Gesprächsklima.

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