FORMAT: Shopping-Center SCN wehrt sich mit Klage gegen Kleider Bauer

Brüder Graf versuchen auch einzelne Top-Standorte abzutreten

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin FORMAT in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, kommt der jüngst in Konkurs gegangene Moderiese Kleider Bauer auch nach dem Verkauf an die Brüder Peter und Werner Graf nicht zur Ruhe. Gert Czermak, einer der Geschäftsführer des Shopping Centers Nord (SCN), wehrt sich mit einer fünfzig Seiten starke gegen die neuen Mieter. Czermak argumentiert gegenüber FORMAT, das aufgrund eines im Mietvertrag festgehaltenen Abtretungsverbotes außer Kleider Bauer in seiner ursprünglichen Form und dessen Rechtsnachfolger, dem Masseverwalter, niemand Anspruch auf das Verkaufslokal in der SCN habe. Czermak zu FORMAT: "Wir werden das mit allen rechtlichen Mitteln durchzusetzen versuchen."

Unterstützung bekommt Czermak laut FORMAT von der Chefin des Wiener Donauzentrums, Bettina Breiteneder, die, wie sie gegenüber dem Magazin erklärte, ebenfalls keine Freude mit den neuen Mietern hat. Sie sieht das Renomee ihres Einkaufszentrums durch das Produktangebot der Grafs gefährdet. Breiteneder gegenüber FORMAT: "Das ist eines Kleider Bauer nicht würdig. Das ist Ramsch."

Der Anwalt der Brüder Graf, Johannes Reich-Rohrwig, wies gegenüber FORMAT die Vorwürfe zurück. Diese würden "auf einem unglaublichen Ausmaß an Inkompetenz basieren", erklärte Reich-Rohrwig. Die Brüder Graf hätten sehr wohl das Recht auf die betreffenden Standorte.

Einer der Hintergründe für die Klage dürfte laut FORMAT sein, daß die Einkaufszentren von neuen Mietern rund das Doppelte der von den Grafs bezahlten Miete verlangen könnten, die in die alten Kleider Bauer-Mietverträge eingestiegen sind.

Reich-Rohrwig wandte sich gegenüber FORMAT auch dezidiert gegen die Gerüchte, die Brüder Graf würden Kleider Bauer filetieren und die Filialen Stück für Stück abverkaufen. Reich-Rohrwig: "Es wird kein Abschrumpfen auf zwei oder drei Geschäfte geben, auch nicht ein Abschrumpfen auf zwanzig. Lediglich einzelne unrentable Geschäfte werden geschlossen."

Wie der Geschäftsführer der Shopping City Süd, Christoph Adamek, gegenüber FORMAT bestätigte, versuchen die Brüder Graf derzeit aber auch, zwei ihrer drei Standorte in der SCS an MEXX und Esprit abzugeben und dafür Millionenbeträge an Ablösen zu kassieren. Dazu Graf-Anwalt Reich-Rohrwig gegenüber FORMAT: "Das ist Strukturbereinigung. Mehr als ein Standort in der SCS ist nicht nötig."

Reich-Rohrwig gestand gegenüber dem Magazin auch zu, daß der auf Textil-Händler spezialisierte Immobilien-Fachmann Ariel Muzikant einen Auftrag von den Grafs erhalten habe. Muzikant solle aber nicht die Standorte verkaufen, sondern lediglich hereinkommende Angebote sondieren und evaluieren.

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