"Neues Volksblatt" Kommentar: "Spannung" (Von Walter Salzmann)

Ausgabe vom 2. September 2000

Linz (OTS) - Die Regierung hat die mit Spannung erwarteten Maßnahmen zur Budgetkonsolidierung präsentiert. Der Absicht, primär auf der Ausgabenseite einzusparen, wurde Rechnung getragen. Drei Viertel des Sanierungsbedarfs will der Staat durch weniger Ausgaben hereinbringen, ein Viertel durch höhere Einnahmen. Für die breite Masse der Arbeitnehmer hätte es schlimmer kommen können. Immerhin werden aber gut 25Prozent davon in die Pflicht genommen. Ihre Vorteile aus Steuerreform 2000 und Familienpaket schwindenprogressiv dahin. Die Absicht, unter dem Schlagwort "Mehr Treffsicherheit" fünf Milliarden Schilling hereinzubringen, läßt für diese Gruppe zusätzlich noch einiges befürchten. Den Reformhebel stärker angesetzt hat die Regierung in den Bereichen Verwaltung und Wirtschaft. 15.000 Beamte einzusparen und gleichzeitig die Gehaltsrunden in Grenzen zu halten, wird nicht gerade leicht sein. Mehr Belastungen und weniger Begünstigungen für die Unternehmen sind wiederum ein Brocken, der von diesen erst einmal geschluckt sein will. Seit gestern liegt das Grundkonzept vor. Wichtige Detailfragen sind noch nicht geklärt und werden die Würze dieses politischen Herbstes ausmachen.Genügend Sprengstoff somit, um die Spannung zu erhalten.

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