"Thema" am 4. September im ORF: "Temelin: Angst, Wut und Protest"

Wien (OTS) - Barbara van Melle präsentiert am Montag, dem 4. September 2000, um 21.05 Uhr in ORF 2 unter anderem folgende Themen:

Temelin: Angst, Wut und Protest
Mit der Blockade von drei Grenzübergängen zwischen Oberösterreich und Tschechien protestieren am Samstag Tausende gegen die schon in zwei Wochen geplante Inbetriebnahme des Atomkraftwerks Temelin. Eine überparteiliche Kampfmaßnahme aus Angst vor atomarer Verseuchung und vor einem zweiten Tschernobyl direkt vor der Haustür und aus Wut darüber, dass Tschechien brutal Fakten schafft, bevor es in ein paar Jahren der EU beitritt, wo strengere Sicherheitsauflagen gelten. Ursula Neuner-Rennhofer war für "Thema" bei der Großkundgebung, hat mit den Menschen über ihre Angst gesprochen und die Alarmpläne für einen Kraftwerksunfall überprüft.

Mädchenhandel: Bordellbesitzer im Zwielicht
Er ist der prominenteste Bordellbesitzer Österreichs, Weltmeister im Pokern und Multimillionär: Helmut Süßenbacher. Doch nun scheint es dem Kärntner Bordellkönig an der Kragen zu gehen. Am Dienstag wurde der 56-Jährige wegen des Verdacht auf Menschenhandel verhaftet. Rumänische Mädchen, denen Jobs als Tänzerinnen versprochen worden waren, sollen von Süßenbacher zur Prostitution gezwungen worden sein. Helmut Süßenbacher hat sich in der Vergangenheit immer gerne als ehrenwerter, konzessionierter Bordellbesitzer präsentiert, der seine Mädchen gut behandelt. Noch im Mai hat er öffentlichkeitswirksam gegen die illegale Prostitution und die Untätigkeit der Polizei gewettert, da stand Süßenbacher freilich schon längst im Visier der Fahnder. Für "Thema" hat Eva Kordesch den Fall Süßenbacher recherchiert und sich in der Kärntner Rotlichtszene umgesehen.

Italien: Sextourismus
Frauen aus Osteuropa sind auch in Oberitalien aus dem Sexgeschäft nicht mehr wegzudenken. Die Adriaküste gilt als Sexdorado. Diesem zweifelhaften Ruf haben Jesolo und Rimini den Kampf angesagt. An den sündigen Meilen kennen die Moralwächter kein Pardon mehr: Hohe Geldstrafen und Razzien sollen dem sündigen Treiben ein Ende setzen. Einen ganz anderen Weg zur Bekehrung der Sünder geht Don Oreste Benzi, ein Pfarrer in Rimini. Auch er hat sich dem Kampf gegen Prostitution und moderne Sklaverei verschrieben, freilich nicht mit Strafen, sondern mit der Einrichtung eines Wohnheimes und alternativen Beschäftigungsmöglichkeiten für die Mädchen. Alexander Steinbach war für "Thema" in Rimini und begleitete Don Benzi auf seiner nächtlichen Mission.

Auf der Walz
Erst in drei Jahren und einem Tag wird er seine Heimatstadt wieder sehen: Boris Millard, der derzeit einzige Wiener "auf der Walz". Mit dieser Reise erfüllt sich der 28-jährige Zimmermann einen lang ersehnten Wunsch. Er will die Welt kennen lernen, sein Handwerk verbessern und neue Erfahrungen sammeln. In seinem schwarzen Samtanzug, mit Hut und Wanderstock zieht der junge Mann durch die Lande, um sich als moderner Tagelöhner durchzuschlagen. In Wien hat Boris alles verkauft: sein Auto, seine Wohnung, sein gesamtes Hab und Gut. Mit nur 40 Schilling in der Tasche hat er seine Reise angetreten - wie es die strenge, mittelalterliche Tradition vorschreibt. Für "Thema" hat Gudrun Kampelmüller den reisenden Gesellen am Tag des Abschieds begleitet und ihn nach wenigen Tagen in Oberösterreich wieder getroffen.

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