Jung begrüßt VP-Forderungen zur Anhebung des Verteidigungsbudgets

Wien, 2000-09-01 (fpd) - Der freiheitliche Wehrsprecher, Abg. Bgdr Wolfgang Jung, begrüßt die klaren Worte des Wehrsprechers der ÖVP, Abg. Platter, der eine substantielle Anhebung des Verteidigungsbudgets auf europäisches Niveau und die Abgeltung der überfälligen Beschaffungsvorhaben und der Kosten für die Grenzsicherung zusätzlich zum regulären Budget fordert. ****

"Platter weiß als Bürgermeister und Mandatar einer Region, in der das Bundesheer schon mehrfach Katastrophenhilfe geleistet hat, um dessen wahren Wert für die Bevölkerung. Darin steht er allerdings im Gegensatz zur bedauerlichen Haltung der Tiroler Volkspartei, die unverständlicherweise sogar die Begleichung der für NATO-Hubschrauber bei der Lawinenkatastrophe in Galtür entstandenen Kosten auf das Bundesheer abwälzt", meinte Jung, der diese Haltung als eine "beschämende Undankbarkeit" bezeichnete.

Jung kritisierte in diesem Zusammenhang auch die "Bundesheerschönwetterfreunde" unter manchen Landespolitikern der VP, die jede Hilfe und Unterstützung (Sportförderung, Großveranstaltungen, ...) fordern und bei Angelobungen mit Blasmusik Lippenbekenntnisse zur Landesverteidigung ablegen, aber wenn es um die finanzielle Abdeckung von Leistungen geht, in das "Hirschmann-Syndrom" (Ablehnung der Drakenbeschaffung, aber dann deren Einsatz im Jugoslawienkrieg kurz darauf massiv fordern) verfallen. So geschehen erst kürzlich, als der burgenländische VP-Obmann Jellasitz sich gegen den Kauf von Luftraumüberwachungsflugzeugen wandte.

"Hier hat der Bundeskanzler und VP-Obmann, der übrigens in seiner damaligen Eigenschaft als Außenminister die Hilfe der NATO-Hubschrauber dringend erbat, noch viel Überzeugungsarbeit zu leisten. Eine eindeutige Aussage seinerseits zur unbedingt notwendigen Heranführung des Heeresbudgets an den europäischen Rahmen wäre dringend erforderlich, auch wenn dies zugegebenermaßen in Zeiten von Sparbudgets unpopulär ist. Dies gilt umso mehr, als aus Kreisen der VP in letzter Zeit der "intensivierte Dialog mit der NATO" angesprochen wurde, der allerdings mittelfristig unrealistisch ist", schloß Jung. (Schluß)

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