VP-Strobl fordert Rücktritt von VHS-Landesgeschäftsführer Bazant

Parteipolitisch motivierte Aussagen von Bazant im KURIER sind untragbar

Wien (ÖVP-Klub) "Mit seiner unhaltbaren und nachweislichen falschen Darstellung, dass die Mittel im zweiten Bildungsweg durch das Unterrichtsministerium dramatisch gekürzt worden seien und auch die Hauptschulabschlusskurse nicht mehr finanziert werden können, hat der Landesgeschäftsführer versucht, die Öffentlichkeit durch Falschinformationen zu verunsichern", erklärte heute VP-Bildungssprecher Walter STROBL und fordert den Rücktritt von VHS-Landesgeschäftsführer Bazant.****

STROBL ortet hinter dieser Aktion eine parteipolitisch motivierte Aktion - Bazant ist SPÖ-Funktionär - um die Bundesregierung gezielt zu desavouieren und in der Öffentlichkeit den Eindruck zu erwecken, hier bahne sich eine Katastrophe an.
Bazant spricht von der Gefahr, dass 300 Mitarbeiter entlassen werden müssen. "Das wird uns der Herr Bazant noch genau erklären müssen, was er mit einer derartigen Aussage bezweckt. Es sei denn, er möchte alle seine Mitarbeiter beunruhigen. Wer mit der Angst von Mitarbeitern ein politisch frivoles Spiel treibt, ist auch als Arbeitgebervertreter unhaltbar", zeigte sich STROBL empört.

Das Wiener Budget der Volkshochschulen und Häuser der Begegnung beläuft sich auf ca. 800 Mio Schilling. Die Stadt Wien fördert den Verband Wiener Volksbildung mit rund 300 Millionen Schilling jährlich. Die Zuschüsse des Bundes für Angebote im zweiten Bildungsweg wurden 2000 sogar um 1,5 Mio gegenüber 1999 erhöht. Zusätzlich stünden derzeit auch noch 3,5 Mio an EU-Fördergeldern zur Verfügung. Insgesamt seien also alle Lehrgänge deutlich höher dotiert als in den letzten Jahren. Für das kommende Jahr hat das Bildungsministerium eine Kürzung von einer Million angekündigt.

Zur Situation der HS-Abschlusskurse an den Wiener VHS erhob STROBL schwere Vorwürfe gegen Bazant. "Bis August sollte der Bedarf gemeldet werden. Bis heute - Schulbeginn - hat aber erst eine einzige VHS ein Ansuchen an das Bildungsministerium geschickt", berichtet STROBL. Außerdem werden alle Kurse üblicherweise erst im Nachhinein abgerechnet. Es sei daher verwunderlich, dass Bazant jetzt schon behauptet, dass er dafür kein Geld mehr bekommen werde. "Bazant sollte sich also besser um eine ordnungsgemäße ordentliche und zeitgerechte Einreichung seiner Volkshochschulen kümmern und nicht Politkommissar spielen."

Man werde in Wien nun auch viel stärker das teilweise illustre Angebote der Volkshochschulen perlustrieren, kündigte STROBL Maßnahmen für echte Einsparungen an. "Wir werden darauf drängen, dass sich die VHS z.B. aus dem Fitnessbereich gänzlich zurückzieht. Hier kommt es schon seit längerem zu einer Wettbewerbsverzerrung mit den Wiener Dachverbänden der Sportorganisationen (ASKÖ, ASVÖ und UNION)." Diese könnten das viel besser und professioneller anbieten, werden aber derzeit durch Dumpingangebote der Volkshochschulen, die durch überhöhten Fördermittelseinsatz Aerobickurse billiger anbieten, niederkonkurrenziert.

Das sei eine perverse Situation und politisch untragbar. Sowohl die VHS als auch die Dachverbände erhalten Fördermitteln aus Steuergeldern. Sport- und Fitnessangebote seien keine ursächlichen Formen der Erwachsenenbildung und sollten daher den Profis, den Dachverbänden überlassen werden.
STROBL sieht noch eine Reihe von Effizienzsteigerungsmöglichkeiten im Angebot der VHS und verspricht auf diesem Gebiet einen heißen Herbst.

Es handle sich um eine billige, leicht durchschaubare Politinszenierung, bei der Bazant den Wiener Volkshochschulen einen Imageschaden zugefügt habe. "Das darf nicht ohne Folgen bleiben. Herr Bazant hat seine Funktion als Landesgeschäftsführer mit der eines SPÖ-Sektionssprechers verwechselt und das ist unhaltbar."

"Ein SPÖ-Politagitator als Landesgeschäftsführer, der durch Desinformation a la SED Falschmeldungen produziert, ist für die Wiener Volkshochschulen nicht tragbar ." STROBL forderte den Präsidenten der Wr. Volkshochschulen, GR Ludwig auf, dafür zu sorgen, dass Bazant von seiner Funktion abgezogen wird.

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