ARBÖ: Eltern nützt das Wochenende um mit den Kindern den Schulweg abzugehen

Das große Zittern beginnt am Montag

Wien (ARBÖ) - Für viele Taferlklassler in Wien,
Niederösterreich und Burgenland ist der Schulbeginn am Montag der erste Schritte in die Mobilität und zu mehr Selbstständigkeit. Die ARBÖ-Verkehrsexperten ersuchen daher die Eltern, dass sie am Wochenende nochmals mit ihren Kindern den Schulweg in Ruhe abgehen und die wichtigsten Verhaltensregeln wiederholen.

Wochenende zum Üben nützen

Mit den Kindern den Schulweg in Ruhe abgehen, Verhaltensregeln beachten lernen. Sich Zeit nehmen, nicht zu spät von zu Hause weggehen und mit den Kindern den sichersten Weg herausfinden, sind laut ARBÖ-Verkehrsexperten Mag. Kurt Sabatnig die wichtigsten Regeln für einen erfolgreichen und sicheren Schulbeginn.

Insgesamt verunglückten im Vorjahr 4323 Kinder im Straßenverkehr, davon 611 auf dem Schulweg. 37 Kinder wurden getötet, davon eines auf dem Schulweg. Mag. Sabatnig: "Neben viel Freude an Bewegung und Unabhängigkeit bringt der Schulweg natürlich auch ein erhöhtes Maß an Unfallgefahr mit sich. Viele Kinder werden auch von den Eltern mit dem Auto in die Schule und
in den Kindergarten gebracht. Die Erziehungsberechtigten sollten unbedingt darauf achten, dass ihre Kinder im Auto immer gesichert mitfahren. Für jedes Kind muss ein eigener Sitzplatz und eine der Größe sowie dem Gewicht des Kindes entsprechende Rückhalteeinrichtung vorhanden sein."

Kinder kommen auch mit Micro-Scooter und Fahrrädern

Dass es für alle am Schulstart Beteiligten heuer besonders spannend werden dürfte, dafür sorgt nach Meinung des ARBÖ auch der Wirtschaftsfaktor Trendsport: Man kann annehmen, dass auch für den Schulweg die sogenannten Micro-Scooter benützt werden. Eine neue Gefahrenquelle? Wenn man die Geräte im Fachhandel gekauft hat kann man wenigstens sicher sein, auf geprüften und im Material einwandfreien Rollern zu flitzen - was bei den No-Name-
Billigkopien nicht immer der Fall ist. Die ARBÖ-Verkehrsjuristen erinnern: Die Roller dürfen übrigens auf Gehsteigen verwendet werden, nicht jedoch auf Radwegen oder auf der Fahrbahn.

Zahlreiche Kinder werden den Schulweg auch mit dem Fahrrad bewältigen. Zur Erinnerung: Erst ab einem Alter von zwölf Jahren dürfen Kinder allein auf öffentlichen Straßen mit dem Rad unterwegs sein. Unter zwölf Jahren muss eine mindestens 16jährige Aufsichtsperson das Kind mit dem Rad begleiten. Zehnjährige dürfen dann ohne Aufsichtsperson auf einer öffentlichen Verkehrsfläche Rad fahren, wenn sie einen Radfahrausweis besitzen. Radfahrkurse werden vom ARBÖ in Wien und Niederösterreich durchgeführt.

Sicherer Schulweg für unsere Taferlklassler

Bevor die Kinder in die Schule kommen, sollte man laut dem AUVA-Ratgeber "Kind und Verkehr" fest stellen, was es alles schon kann:

  • Hält es am Gehsteigrand?
  • Hält es auch an der Sichtlinie, wenn es bei geparkten Autos durchgehen möchte?
  • Sieht es sich jedes Mal nach links, rechts und noch einmal nach links um?
  • Schaut es bei Kreuzungen auch auf den von hinten kommenden Verkehr?
  • Geht es gerade über die Fahrbahn?
  • Verhält sich Ihr Kind auch noch richtig, wenn es abgelenkt ist?

Erhöhte Aufmerksamkeit der Autofahrer gefordert

Dem allgemeinen herbstlichen Zittern fügt sich heuer eine weitere, neue Beunruhigung hinzu: Durch den Wegfall der
Zivildiener fehlen rund 400 Schülerlotsen, die in den vergangenen Jahren den Schülerlotsendienst an den wichtigsten Kreuzungen im Nahbereich von Volksschulen versahen, warnt der ARBÖ. Den Autofahrern legt ARBÖ-Verkehrsexperte Mag. Sabatnig ans Herz:
"Rechnen Sie ab Montag verstärkt mit Kindern auf den Straßen und bei Haltestellen öffentlicher Verkehrsmittel. Fahren Sie bremsbereit. An einem haltenden Schulbus, der durch Blinklichter gekennzeichnet ist, darf nicht vorbeigefahren werden, da mit plötzlich hervorlaufenden Kindern zu rechnen ist."

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