Binder-Blumenthal: "Herbstprüfungen sozial ungerecht"

LandesschülerInnenvertretung fordert schulübergreifende Förderkurse

Wien (OTS) "Das Bestehen einer Nachprüfung ist zum entscheidenden Maße eine Frage der privaten Geldtasche", kritisierte Martin Binder-Blumenthal, Wiener Landesschulsprecher, die sozialen Erschwernisse für Schülerinnen und Schüler mit negativem Zeugnisabschluss im Zuge der Vorbereitungen auf die Wiederholungsprüfungen im Herbst.

"Der Besuch eines Förderkurses der privaten Lerninstitute zieht Erfolgsquoten von bis zu 90 Prozent nach sich. Gleichzeitig ist der Besuch eines solchen Kurses nicht unter mehreren tausend Schilling zu haben. Schülerinnen und Schüler, die diese Mittel nicht aufbringen können, haben einen wesentlichen Nachteil", argumentierte Binder. "Es müssen ernsthafte Überlegungen zur Errichtung eines schulübergreifenden Förderkurssystems gemacht werden. Es ist eine Schande, wenn die lebenseinschneidende Frage nach dem Aufstieg in die nächste Schulstufe von privaten Geldmitteln abhängig ist. Wer solch einen Kurs besuchen will, darf keine finanziellen Hürden in den Weg gestellt bekommen", so Binder weiters.

"Anstatt die Problematik der ungefähr 40 000 negativ beurteilten Schülerinnen und Schüler seriös anzugehen, hantiert Unterrichtsministerin Gehrer mit ihrem Bildungskonto", so Binder-Blumenthal abschließend. (Schluss)

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