Kadenbach: Freier Zugang zur Bildung muss bestehen bleiben!

Niederösterreich: (SPI) "Für 218.490 Schülerinnen und Schüler beginnt in der kommenden Woche wieder die Schule. Für diese Kinder und Jugendliche ist eine gute Ausbildung Voraussetzung für ein erfülltes Leben. Für Niederösterreich
und für Österreich sind gut ausgebildete Fachkräfte Voraussetzung für Wohlstand, für die Sicherung des Wirtschaftsstandortes, für sozialen Frieden und für einen guten Platz in internationalen Wettbewerb. Während in vielen Länder an der Verbesserung des Schulsystems gearbeitet wird hat in Österreich die
FPÖVP Bundesregierung eine Kaputtspardiskussion des Bildungssystems begonnen", stellte die Geschäftsführerin der SPÖ-NÖ GR Karin Kadenbach fest.

"Mit Bruno Kreisky und Fred Sinowatz wurde das österreichische Bildungssystem Europareif. Unsere Kinder erhielten die Chancengleichheit. Egal aus welcher sozialen und gesellschaftlichen Schicht das Kind oder der Jugendliche stammte, der freie Zugang zur Bildung wurde vom Staat - der Allgemeinheit - garantiert. Schülerfreifahrten, gratis Schulbücher, kostenloser Besuch der Universitäten, gezielte Förderung der Forschung, erhebliche Verbesserung der Ausbildung für Lehrerinnen und Lehrer um nur einige Errungenschaften zu nennen. Für den Staat, während sozialdomokratischer Regierungsverantwortung, war klar, dass jeder Schilling, der in die Ausbildung und Forschung investiert wird, eine Investition in die Zukunft der Kinder und des Landes ist", so Kadenbach.

"Die Technologiegesellschaft unserer Zeit bietet nur gut Ausgebildeten eine sichere Zukunft. Bildung ist die "Lebensversicherung" und "Altersvorsorge" unserer Zeit. Für den Wirtschaftsstandort zählen in erster Linie genügend und hervorragend ausgebildete Fachkräfte. Vom Handwerker über die Facharbeiter bis zum Wissenschaftler zählt die Qualifikation. Diese Bundesregierung verschlechtert das Bildungssystem aber nicht nur bei den Kindern und Jugendlichen. Es geht auch der Erwachsenenbildung an den Kragen. Für 2000 wurde der Bundeszuschuss für die gesamte Erwachsenenbildung -von den Bildungswerken bis zu den Volkshochschulen auf 111 Millionen heruntergestrichen. Die Reduzierung beträgt 15 Prozent. Auch hier sehe ich die Gefahr der "Privatisierung". Auch für die Weiterbildung der Erwachsenen wird für jeden einzelnen teurer. Bildung, Weiterbildung wird eine Frage der Geldtasche" so Kadebach weiter.

"Diese Bundesregierung versucht in dem von ihr durchgeführten gesellschaftlichen Umbruch die Bildung wieder zu einem Vorrecht für Privilegierte zu machen.
Hier wird unter dem Deckmantel der Budgetsanierung massive Gesellschaftsveränderung betrieben. Gerade bei der Bildung darf es kein Kapputtsparen geben. Gerade bei der Bildung ist jeder Schilling der sinnvoll
ausgegeben wird eine Investition, die großen Profit in der Zukunft bringt.
In der Bildungspolitik geht es um die Zukunft der Kinder und Jugendlichen, um die Zukunft unserer Kinder. Es ist unverantwortlich mit der Zukunft unserer Kinder zu spielen", so die Geschäftsführerin der SPÖ-NÖ.

"Die SPÖ fordert daher - Schluss mit der Kapputtspardiskussion im Bildungsbereich. Freier Zugang zur Bildung für alle und damit Chancengleichheit für die Kinder und Jugendlichen. SPÖ-NÖ fordert:

Bei der Budgeterstellung muss es eine klare Priorität für den Bildungs- und Forschungsbereich geben.

Studiengebühren müssen verbindlich ausgeschlossen werden

Keine Kürzung der Unterrichtsstunden für musische und sportliche Fächer

Ständige Verbesserung der Aus- und Weiterbildung für Lehrerinnen und Lehrer

Ausstattung der Schulen (alle Typen) mit ausreichenden EDV-Arbeitsplätzen

Verstärkte Einbeziehung des Internets in den Unterricht

Schluss mit der ständigen Verunsicherung der Lehrerinnen und Lehrer durch Gehalts- und Dienstrechtsdiskussionen

Schluss mit der Beschimpfung von Lehrerinnen und Lehrer durch Politiker - Stichwort: Parasitäre Elemente

Kein Kapputtsparen bei den Lehrgängen des Zeiten Bildungsweges

Kein Rückzug der öffentlichen Hand aus dem Schul- und Universitätsbereich - Stichwort: Einführung der "Marktwirtschaft".

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