Aller (Schul-)Anfang ist schwer

KfV-Rechtstips für Autofahrer und Eltern zum Schulbeginn

Wien (OTS) - Rund 95.000 Taferlklassler werden sich in den kommenden Tagen zum ersten Mal offiziell auf den Schulweg machen. Dr. Othmar Thann, Direktor des Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV), appelliert daher an alle Autofahrer: "Nehmen Sie besondere Rücksicht auf die kleinen Verkehrsteilnehmer, denn das verkehrsgerechte Kind gibt es nicht." Zu dieser Rücksichtnahme gehört das strikte Einhalten einschlägiger Rechtsvorschriften. "Da das Verhalten von Kindern nie genau prognostizierbar ist, hat der Gesetzgeber in der Straßenverkehrsordnung spezielle Vorschriften zum Schutz der Kinder erlassen", erklärt Mag. Armin Kaltenegger, Leiter der KfV-Rechtsabteilung.

Vertrauen ist gut, Vorsicht ist besser Kinder sind aus dem Vertrauensgrundsatz ausgenommen: Autofahrer dürfen nicht darauf vertrauen, daß sich die Sprößlinge den Vorschriften entsprechend verhalten, und müssen ihren Fahrstil und ihre Geschwindigkeit darauf einstellen.

Dazu gehört auch, daß sie Kindern, die eine Straße überqueren oder überqueren wollen, das ungehinderte und ungefährdete Überqueren ermöglichen. Dazu müssen Sie gegebenenfalls sogar anhalten! Dies gilt nicht nur an Schutzwegen, sondern grundsätzlich an allen Straßenstellen! Bei Kindern am Straßenrand oder in der Nähe von Schulen, Kindergärten und ähnlichen Einrichtungen ist daher immer die Geschwindigkeit zu reduzieren und bremsbereit zu fahren. Überdies sollten Sie auch bei Tag mit Licht unterwegs sein, damit die Kinder Sie besser und schneller erkennen können.

So schnell kann der Führerschein weg sein

Geschwindigkeitsüberschreitungen vor Schulen, Kindergärten & Co. können wegen der enormen Gefährdung der Sprößlinge mit sofortiger Führerscheinabnahme an Ort und Stelle bestraft werden. Zusätzlich zu einer Verwaltungsstrafe in der Höhe von 500 bis 30.000 Schilling verlieren Raser die Lenkberechtigung für mindestens drei Monate.

Wo darf ich halten, wo soll ich halten?

Halte- und Parkverbote gelten auch für Eltern, die ihr Kind zur Schule bringen.

Halten Sie also nie in zweiter Spur, um Ihren Nachwuchs aussteigen zu lassen!

Keinesfalls dürfen Sie vor einem Schutzweg halten, da Sie damit anderen Fahrzeuglenkern die Sicht auf den Schutzweg nehmen!

Beim Ausstiegs-Prozedere selbst sollten Sie darauf achten, daß Ihr Kind auf der richtigen Seite, nämlich der dem Gehsteig zugewandten, aussteigt. Der kürzeste, direkteste Weg muß nicht immer der sicherste sein. Wählen Sie besser einen Halteplatz, der etwas weiter von der Schule entfernt ist, von dem aus das Kind dafür aber einen Gehsteig benützen kann und keine gefährlichen Straßen überqueren muß. Übrigens dürfen Sie, um die Aufmerksamkeit der anderen Verkehrsteilnehmer zu erhöhen, beim Ein- und Aussteigenlassen von Schulkindern die Alarmblinkanlage einschalten!

Achtung Schulbus!

Noch vielerorts unbekannt ist das Vorbeifahrverbot an gekennzeichneten Schulbussen. Hat ein Omnibus, der mit einer orangefarbenen Schülertransporttafel gekennzeichnet ist, die Alarmblinkanlage und zusätzliche Warnleuchten eingeschaltet, darf an ihm auf keinen Fall vorbeigefahren werden. Der Fahrzeuglenker muß anhalten - sogar dann, wenn der Bus in einer Haltestellenbucht steht!

Jedem Kind sein eigener Platz

Übrigens die Zeiten, in denen noch fünf Kinder oder mehr in einem 'normalen' Pkw transportiert werden durften, sind vorbei. Für jedes Kind muß ein eigener Sitzplatz vorhanden sein. Überdies besteht seit 1994 Kindersitzpflicht.

Schulkinder, die jünger als 12 und kleiner als 150 cm sind, müssen in einem dem Alter und Gewicht entsprechenden Kindersitz gesichert werden. Auf diese Weise darf der Nachwuchs dann nicht nur auf dem Rücksitz, sondern auch auf dem Beifahrersitz in die Schule kutschiert werden.

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