Görg präsentiert neuen Kulturgüterkataster im Internet

Wien, (OTS) "Mit dem Kulturgüterkataster der Stadt Wien im Internet stellt die Stadt eine der umfassendsten Datenbanken ins Netz, die es auf diesem Sektor geben kann. Wir sind damit europa-aber auch weltweit im Spitzenfeld der digitalen Erfassung einer Großstadt - und haben mit diesem neuen Internet-Dienst einen weiteren, wesentlichen Schritt in Richtung servicefreundliche und serviceorientierte Verwaltung gemacht", sagte Vizebürgermeister
Dr. Bernhard Görg anlässlich der heutigen Präsentation der neuen online-Datenbank.

Rund 55.000 inventarisierte schützenswerte Objekte Wiens sind erfasst. Zusätzlich dokumentieren 37.000 Fotos und ausgezeichnete Literatur- und Fachinformationen die wesentlichen historischen und stadtplanungsrelevanten Identitätsmerkmale Wiens, die nun
praktisch auf Knopfdruck innerhalb von Sekunden abgerufen werden können, so Vizebürgermeister Görg weiter.****

Seit ca. sieben Jahren gebe es das Bestreben der Wiener Stadtplanung und der Kulturabteilungen, die gesammelten Informationen in einem zeitgemäßen Medium zu speichern, erläuterte SR Josef Matousek (MA 19 - Architektur und Stadtgestaltung), der gemeinsam mit Vertretern der Wiener Stadtarchäologie, der MA 7 (Kultur) und der MA 14 (Rathaus ADV) an dem Aufbau der neuen Datenbank arbeitete.

Durch den Kulturgüterkataster der Stadt Wien, der unter der Internet-Adresse service.wien.gv.at/kulturkat/ zu finden ist, wird nun eine ideale Grundlage für alle stadtentwicklungs- und stadterhaltungs-relevanten Planungen und Prozesse geboten, aber
auch eine hervorragende Informationsquelle für die Fachwelt bzw. die interessierten BürgerInnen geschaffen.

Grundsätzliche Zielsetzung bei der Datenbankkonzeption war
es, ein logisches, offenes System zu kreieren, welches für die Zukunft - sowohl den Inhalt als auch die Größenordnung betreffend - um zusätzliche Themen erweiterbar ist. Vorhandene oder noch zu erfassende Grundlagen zum Thema "Kulturgut des Wiener
Stadtgebietes" werden schrittweise in das System eingebracht, um dadurch die Erkenntnisse für die Planer sowie das Gesamtbild nach außen ständig zu verdichten.

Einen wesentlichen ersten Baustein bildeten die
Datenerhebungen und Analysen in Zusammenhang mit dem "neuen Schutzzonenmodell", die seit 1997 durch Expertenteams erfolgen.
Die Ziele und Inhalte dazu wurden im Herbst 1997 den Medien
bereits vorgestellt. Der erhobene Datenbestand umfasst nunmehr bereits über 55.000 Objekte und Bereiche, d.h. mehr als 90% der Substanz, die von stadterhaltungsbezogenem Interesse ist. Der Abschluss ist für 2002 vorgesehen.

Ein weiterer wesentlicher Inhalt sind die Datenerhebungen der Stadtarchäologie und deren Integration in die Datenbank. Durch die schrittweise Digitalisierung des Franziszeischen Katasters (Kartengrundlage von Anfang des 19. Jahrhunderts) können die stadtstrukturellen Veränderungsschritte besser nachvollzogen werden, durch die Darstellungen der archäologischen Fundstellen (derzeit ca. 1.500 Punkte) bzw. von Detailplänen der Ausgrabungs-ergebnisse entsteht schrittweise ein schärferes Bild der historischen Stadtentwicklung sowie deren evidenten Spuren.

Als Beispiel für die künftige Erweiterungsmöglichkeit soll eine Initiative der Kulturabteilung im Rahmen eines EU-Projektes dienen:

Neun europäische Städte, die ein bedeutendes Jugendstilerbe besitzen, arbeiten an einem Netzwerk im Sinne eines interdisziplinären Erfahrungsaustausches. Für Wien ergibt dies als Produkt den "Architekturführer Wien um 1900", dessen Inhalte ab September 2000 in die Datenbank integriert und somit abrufbar
sind. Weitere Beispiele werden folgen.

Computergrafikspezialisten des Rechenzentrums des Magistrats (MA14-ADV) entwickelten gemeinsam mit der Magistratsabteilung 19 (Architektur und Stadtgestaltung), der Stadtarchäologie und der Magistratsabteilung 7 (Kultur) diesen Internetdienst, mit dem die Schutzzonen in Wien, Informationen zu Einzelgebäuden (tw. mit Foto des Objektes), Archäologische Daten und Informationen zu Jugendstilensembles abgefragt werden können. Grundlage für diese Dienstleistung waren die "digitale Mehrzweckkarte der MA41", das "Vienna GIS (Geografisches-Informations-System) der MA14" und eine Reihe von Datenerfassungen durch die MA 19, die Stadtarchäologie und die MA 7. Die Finanzierung des Gesamtprojektes wird im wesentlichen aus den Mitteln des Stadtplanungsbudgets bzw. des Altstadterhaltungsfonds durchgeführt. (Schluss) lei

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