Motz: Kürzungen bei Post gefährden Nahversorgung der ländlichen Regionen

6000 Arbeitsplätze und rund 1.000 Postämter sollen gestrichen werden

St. Pölten, (SPI) - Die blauschwarze Bundesregierung forciert die Kürzungspläne, der Aufsichtsrat der Österreichischen Post AG positioniert sich als Exekutor der drastischen Einsparungsmaßnamen. Bis zum Jahr 2004 soll der Personalstand um insgesamt 6.000 Mitarbeiter verringert werden, auch die Schließung von rund 1.000 Postämtern wird kolportiert. Statt 1.900 Zustellpostämter soll es in Zukunft nur mehr 430 sogenannte "Zustellbasen" geben. "Niederösterreich ist als größtes Bundesland von diesen Kürzungsplänen am meisten betroffen. Wie viele Postämter in unseren 573 Gemeinden geschlossen werden sollen, steht noch nicht fest. Wie viele Niederösterreichische Postlerinnen und Postler ihren Job verlieren werden, steht auch noch nicht fest. Fest steht aber, dass dieses Wahnsinnsprogramm ein massiver Anschlag gegen Niederösterreich, vor allem auf die vielen ländlichen Regionen in unserem Bundesland ist", kritisiert der Wirtschaftssprecher der NÖ Sozialdemokraten, LAbg. Mag. Wolfgang Motz, die Kürzungspläne der Post.****

"Während manche von der Wichtigkeit der Nahversorgung immer wieder neue Stehsätze produzieren und viele Millionen an Steuergeldern in offensichtlich völlig erfolglose Werbekampagnen investiert werden, exekutiert man im Bund den endgültigen ‚Nahversorgungs-Todesstoss" für unsere Gemeinden. Durch die Umstrukturierung der Zustellungen von Postsendungen wird eine völlig überflüssige Zentralisierung verwirklicht. Nicht nur, dass die Zustellung viel länger dauert, viele Menschen müssen künftighin auch viel weitere Wege zum nächsten, vielleicht noch geöffneten Postamt in Kauf nehmen. Die Post AG will zwar sparen, plant jedoch gleichzeitig enorme Investitionen für ein Distributionssystem, welches die flächendeckende Versorgung der Bürgerinnen und Bürger speziell im ländlichen Bereich eventuell gar nicht gewährleisten kann. Die Post AG bzw. die blauschwarze Bundesregierung sind angehalten, ihre Wirtschaftlichkeitskonzepte im Sinne der betroffenen Bediensteten, der Versorgung der Bevölkerung aber auch in puncto wirtschaftlicher Effizienz völlig neu zu überdenken", so LAbg. Mag. Wolfgang Motz.
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