Rapamune(R)-Therapie (Sirolismus) ermöglicht effektive Zurückdrängung der Cyclosporine nach Nierentransplantationen

Rom (ots-PRNewswire) - Internationale Studie bestätigt das Wohlbefinden von Patienten, die mit Rapamune behandelt wurden, und die Vermeidung der gefährlichen, langfristigen Nebenwirkungen von Cyclosporinen

Patienten mit Nierentransplantation können mit der neuen Rapamune-Medikation (Sirolimus) effektiv gegen Transplantatabstoßung behandelt werden, und zwar auch als langfristige Primärtherapie, was die Zurückdrängung der bisher üblichen Cyclosporine zur Unterdrückung der Immunreaktion und der damit verbundenen schwerwiegenden Nebenwirkungen, wie Schädigung der Nieren, Hypertonie, Hirsutismus und Gumma-Wucherung, verspricht. An einer internationalen Studie, die auf dem "XVIII International Congress of the Transplantation Society" vorgestellt wurde, waren 57 Transplantationszentren in Europa, Australien und Kanada mit 525 Patienten mit Nierentransplantation beteiligt.

"Die gewonnenen Erkenntnisse bestätigen, dass Sirolimus bei der langfristigen Immunsuppression eine wirkungsvolle Alternative zu Cyclosporinen darstellt. Die Hauptvorteile dabei sind, dass keine Schädigung der Nieren verursacht wird und auch eine Reihe anderer unerwünschter Nebenwirkungen, wie sie bei Cyclosporinen auftreten, umgangen werden", so der leitende Forscher Robert Johnson, M.D., Director of Transplantation bei Manchester Royal Infirmary, Manchester, Großbritannien. "Die schweren Nebenwirkungen, die von Calcineurin-Inhibitoren hervorgerufen werden, verlangen eindeutig nach einer Alternativtherapie, die voll in das Leben mit Immunsuppressiva integriert werden muss."

Die Patienten wurden für die Nierentransplantationsstudie nach dem Zufallsprinzip in zwei Behandlungsgruppen aufgeteilt: die erste Gruppe, die die Dreifachtherapie aus Cyclosporinen, Corticosteroiden und 2mg Rapamune beibehielt, und die zweite Gruppe, deren Mitglieder nach drei Behandlungsmonaten keine Cyclosporine mehr bekamen. Ziel der Studie war es festzustellen, ob Cyclosporine, die fester Bestandteil der üblichen Medikation gegen Immunabstoßung sind, durch eine Behandlung mit Sirolimus und Steroiden gefahrlos ersetzt werden können.

Während der Studie kam es zu keinerlei Transplantatsverlusten, und die Nierenfunktion der Patienten ohne Cyclosporine erwies sich als signifikant besser. Die Annahmequote der Transplantate lag nach einem Jahr in der Gruppe, die ausschließlich mit Sirolimus behandelt wurde, bei 97,3% im Vergleich zu 95% in der Kontrollgruppe. In der Sirolimus-Gruppe wurde ein leichter Anstieg akuter Abstoßungsereignisse um 6% beobachtet, was statistisch jedoch keine signifikante Größe darstellt. Sämtliche Abstoßungsreaktionen wurden als mild eingestuft.

Cyclosporine waren über einen langen Zeitraum die therapeutische Hauptstütze bei der Vorbeugung gegen Organabstoßungen nach Transplantation. Dennoch können sie fortschreitend Schaden an den Nieren der Patienten anrichten, gerade den Organen, die die Patienten und ihre Ärzte durch die Transplantation zu erhalten versuchen. Cyclosporine wirken dadurch schädigend auf die Nieren, dass sie durch vaskuläre Krämpfe die Blutzufuhr zu den Nieren verringern. Die immunsuppressive Wirkung wird durch den Hemmstoff Calcineurin, einem für die normale Immunreaktion des Körpers wichtigen Enzym, erreicht.

Calcineurin-Inhibitoren rufen ebenso wie Cyclosporine und Tacrolimus vielfach nachgewiesene Nebenwirkungen wie Nierenschäden (Nephrotoxizität), Tremor (Neurotoxizität) und Bluthochdruck (Hypertonie) hervor. Rapamune hat einen einzigartigen Wirkungsmechanismus, der keine Calcineurin-Inhibitoren benötigt und somit die Nieren weder vaskulären Krämpfen noch anderen chronischen Toxizitätserscheinungen aussetzt, die bei traditionellen Medikationsmethoden beobachtet wurden.

Die jetzt bekannt gegebenen Erkenntnisse bestätigen und ergänzen eine frühere Studie, die die Zurückdrängung der Cyclosporine zum Inhalt hatte. Die frühere Studie, die von Thomas Gonwa, M.D., vom Baylor University Medical Center in Dallas, Texas, USA, geleitet wurde, zeigte, dass die Diskontinuität bei der Gabe von Cyclosporinen in der frühen Behandlungsphase eine signifikante Verbesserung der Nierenfunktion zur Folge hatte, ohne zu mehr akuten Abstoßungen zu führen. Die Erkenntnisse von Dr. Gonwa waren im Mai in Chicago auf der Veranstaltung "Transplant 2000" vorgestellt worden und wurden auf einem Symposium während des ICTS-Kongresses in Rom unter der Leitung von Dr. Donald E. Hricik von der Case Western Reserve School of Medicine in Cleveland, Ohio, USA, auf den aktuellen Stand gebracht.

An dieser Studie nahmen in den Vereinigten Staaten und Europa 247 Patienten teil, die eine Nierentransplantation hatten. Die Patienten erhielten ebenfalls auf Grund der zufälligen Auswahl die volle Dosis Cyclosporine und 2 mg Rapamune pro Tag (Gruppe A) beziehungsweise eine verminderte Dosis Cyclosporine und Rapamune (Gruppe B). Corticosteroide wurden allen Patienten gegeben. Während des dritten Monats nach der Transplantation wurde für die Patienten der Gruppe B, bei denen kein akutes Abstoßungsereignis aufgetreten war, die Cyclosporine-Dosis zunächst verringert und dann ganz ausgesetzt.

Primäres Ziel von Dr. Gonwa war es, die Nierenfunktion nach sechs Monaten zu beurteilen. Eine Standardmethode zur Beurteilung der Nierenfunktion ist die Messung des Creatinins, eines Nebenprodukts des Stoffwechsels, das normalerweise von den Nieren ausgefiltert und über den Urin ausgeschieden wird. Ein erhöhter Creatininspiegel im Blut bedeutet, dass die Nieren es nicht ausreichend ausfiltern, und das wiederum heißt, die Nierenfunktion ist beeinträchtigt. Die Erkenntnisse zeigen, dass der Creatiningehalt bei den Patienten, denen Rapamune gegeben wurde und deren Behandlung mit einer niedrigen Dosis Cyclosporine begonnen und dann allmählich ohne Cyclosporine fortgesetzt wurde (Gruppe B), signifikant niedriger war als bei den Patienten, die weiterhin die volle Dosis Cyclosporine bekamen (Gruppe A).

Die orale Darreichungsform von Rapamune (Sirolimus) erhielt im September 1999 die Vertriebsgenehmigung der Food and Drug Administration (FDA) der Vereinigten Staaten als Mittel zur Vorbeugung gegen eine akute Abstoßung von Nierentransplantaten. Außerdem wurde es in Argentinien, Brasilien, Kolumbien, Mexiko und Venezuela zugelassen, und in Kanada, der Schweiz, Australien, Chile und Südafrika läuft die Registrierung derzeit. Das Committee for Proprietary Medicinal Products (CPMP) hat den Rapamune-Anwendungen der European Medicines Evaluation Agency (EMEA) zunächst eine negative Bewertung gegeben, wogegen jedoch Beschwerde geführt wird. Die FDA erteilte der Tablettenform am 25. August 2000 die Zulassung.

Das Manchester Royal Infirmary gehört zum Central Manchester Healthcare NHS Trust, der im Nordwesten Englands angesiedelt ist. Jährlich werden rund 500.000 Patienten behandelt. Im vergangenen Jahr führten wir über 30.000 Operationen durch, einschließlich 145 Nierentransplantationen, und halfen fast 4.000 Babys auf die Welt. Mehr über unsere Organisation erfahren Sie unter http://www.cmht.nwest.nhs.uk.

ots Originaltext: Wyeth-Ayerst Pharmaceuticals
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