Apothekerkammer stellt Medienbericht über Generika richtig

Apotheker sind zur Abgabe des verschriebenen Generikums verpflichtet

Wien (OTS). In der ORF-Sendung Report vom 29.8.2000 hieß es im Beitrag über Generika: "Bei Testkäufen haben sich aber 30% der Apotheker nicht an diese Regel gehalten. Statt verschriebener Generika haben sie die teureren Originalprodukte hergegeben."

Diese Aussage ist falsch und beruht, wie die Österr. Apothekerkammer (ÖAK) recherchiert hat, auf einer Angabe des Österr. Bundesinstitutes für Gesundheitswesen (ÖBIG). Denn in der jüngsten ÖBIG-Studie über Generika heißt es unter dem Stichwort "Apotheker":
"Testkäufe haben ergeben, dass in 30% der Fälle das bestehende Substitutionsverbot umgangen wird." Wie das ÖBIG nunmehr auf Anfrage gegenüber der ÖAK festgestellt hat, gibt es dazu keine eigene Marktforschung oder sonstige statistische Daten. Die Aussage in der Studie beruht alleine auf Angaben von Generika-Herstellern.

Die ÖAK stellt dazu fest: "Apotheker sind gesetzlich verpflichtet, die Medikamente abzugeben, die vom Arzt verschrieben werden. Ein Austausch ist nicht zulässig, es besteht das Substitutionsverbot. Davon abgesehen, wird dem Apotheker von der Krankenkasse nur jenes Medikament bezahlt, das vom Arzt auf das Rezept geschrieben wurde. Ein Austausch vom billigeren Generika zum teureren Originalpräparat wäre somit auch von wirtschaftlichem Nachteil für den Apotheker, weil er von der Krankenkasse nur das billigere bezahlt bekäme.

Die Apotheker unterstützen alle Einsparungsvorhaben im Gesundheitswesen unter der Voraussetzung, dass die Qualität der Leistungen für die Bevölkerung erhalten bleibt. So haben die Apotheker 1995 und 1997 Kürzungen ihrer Spannen akzeptiert, und heuer das Solidarmodell mit dem Hauptverband vereinbart. Demnach refundieren die Apotheker den Krankenkassen jährlich 13% des Mehrumsatzes im Vergleich zum jeweiligen Vorjahr."

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