Heinzl: ÖBB-Bahnhofoffensive nun doch ohne Landeshauptstadt St. Pölten

Kein Bahnhofsumbau und keine Güterzugumfahrung; Schmid und Pröll stellen St. Pölten aufs Abstellgleis

St. Pölten, (SPI) - "Offensichtlich brauche ich die Beantwortung der parlamentarischen Anfrage an Verkehrsminister Schmid nicht mehr abwarten. Die Befürchtungen der LH St. Pölten waren berechtigt und haben alle gegenteiligen Versicherungen Lügen gestraft - die ÖBB-Bahnhofoffensive findet ohne die Landeshauptstadt St. Pölten statt", kommentiert St. Pöltens Nationalrat Anton Heinzl die nunmehrige Bestätigung der ÖBB, dass der Ausbau und die Modernisierung des St. Pöltner Hauptbahnhofes aus dem aktuellen Programm gestrichen wurde und damit um Jahrzehnte zurückgestellt ist.****

"Es gibt also keinen modernen und umgebauten Hauptbahnhof und auch keine Güterzugumfahrung. Gegensätzliche Äußerungen von Verkehrsminister Schmid im Parlament, wo er auf meinen Vorwurf, die Streichung des Projektes St. Pöltner Hauptbahnhof sei bereits beschlossene Sache, wurden damit Lügen gestraft", so Heinzl. Verkehrsminister Schmid vor dem Hohen Haus: "Ich habe nie und nimmer auch nur in einem Satz das Aussetzen der Renovierungsarbeiten im Rahmen der Bahnhofoffensive St. Pölten erwähnt. Wenn Sie mir hier unterstellen, dass ich das nicht mache (Projekt Bf. St. Pölten; Anm.), so sagen Sie die Unwahrheit." "Die Frage, wer die Wahrheit spricht, scheint damit geklärt. Niederösterreichs Landeshauptstadt und ein Verkehrsknotenpunkt erster Güte, an dem jeden Tag ein ähnliches Aufkommen zu verzeichnen ist wie am Bahnhof Salzburg oder Innsbruck, werden von den verantwortlichen Politikern, Landesverkehrsreferent Erwin Pröll und Verkehrsminister Michael Schmid, ganz einfach im Stich gelassen. Ich denke, dass sich die St. Pöltner Bevölkerung bei diesen Herren noch entsprechend ‚bedanken‘ wird", kritisiert Heinzl.

"Die verkehrspolitischen Amokfahrer in Bund und Land sind also weiter unterwegs und treffen Entscheidungen, die gegen jedwede Vernunft sind. Das Nadelöhr St. Pölten auf der Westbahn wird nicht ausgebaut, die Güterzugumfahrung ist offensichtlich ebenfalls gestorben - und damit wohl auch der leistungsfähige Ausbau der Westbahn. Diese Politiker treiben mit ihren Kürzungen und Streichungen Schindluder mit der Zukunft unseres Landes. Der Schwerverkehr soll offensichtlich auf der Straße gelassen werden, damit die Lkw-Lobbyisten von Schwarz und Blau so richtig verdienen können. Alles andere scheint diese Regierung nicht zu interessieren. Sie verspielen die Zukunft unseres Landes und unserer Kinder - diese Regierung gehört sofort in die Wüste geschickt", so Heinzl.
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