Busek

Pressestimmen/Vorausmeldung/Politik "Neue Kärntner Tageszeitung" Kommentar: Schüssel unter Druck Ausgabe vom 31. Aug. 2000 Klagenfurt (OTS) - Während gestern Schüssel und Haider hinter verschlossenen Türen über die Causa Busek konferierten, verkündeten die drei EU-Weisen in Heidelberg, dass der Bericht über die politische Lage in Österreich und über die Natur der FPÖ Ende nächster Woche fertig sein werde. Der Zusammenhang ist klar: Lässt der Kanzler seinen Regierungsbeauftragten fallen, der internationales Ansehen genießt, besteht die Gefahr einer schlechten Zensur für die Koalition. Umgekehrt hat der Bärentaler nichts zu verlieren, wenn er versucht, die Karten neu zu mischen und Schüssel unter Druck zu setzen. Die jüngsten Umfragen sehen das schwarze Lager auf der Siegerstraße und die Freiheitlichen auf einer langen Talfahrt. Geht dieser Trend bei den Landtagswahlen in der Steiermark und in Wien weiter, sieht es für Haiders Zukunft, doch noch Kanzler von Österrreich zu werden, nicht gerade rosig aus. Um dieses Ziel zu erreichen, trauen ihm politisiche Beobachter sogar zu, die Koalition eher früher als später platzen zu lassen. Ein Verdacht, der durch die Geheimniskrämerei rund um den gestrigen Gipfel genährt wurde und den Ernst der Lage signalisierte. Ungewöhnlich, dass dem Zweiergespräch später andere Regierungsmitglieder beigezogen wurden. Offenbar wurde Tabula rasa gemacht und versucht, in einem Aufwischen sommerliche Brandherde zwischen ÖVP und FPÖ zu löschen. Egal, ob gespielte Einigkeit oder fauler Kompromiss: In der blau-schwarzen Partnerschaft sitzt der Wurm.

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