Binder-Blumenthal: "Das Gehrer-Bildungskonto ist der erste Schritt hin zu einem Zwei-Klassenschulsystem"

Wiener Landesschulsprecher droht mit massiven Protest

Wien (OTS) - "Als geradezu skandalös", wies der Wiener Landesschulsprecher, Martin Binder den Vorschlag von Bundesministerin Gehrer zurück, die es für möglich hält in absehbarer Zeit ein sogenanntes "Bildungskonto" im österreichischem Schulsystem zu etablieren. "Es scheint als hätte sich die Regierung das Ziel gesetzt Österreichs Bildungssystem Stück für Stück zu demontieren", so Binder weiter.

"Es ist notwendig daraufhinzuweisen, dass eine ständig fortlaufende Privatisierung des Bildungsbereichs - unter dem Deckmantel der Schulautonomie - den massiven Widerstand des Lehrerpersonals sowie der Schülerinnen und Schüler hervorbringen wird", skizziert Binder die momentane Entwicklung und verweist auf zahlreiche besorgte Eltern, die sich in Sorge um die schulische Zukunft ihrer Kinder in den letzten Tagen vermehrt an die Wiener LandesschülerInnenvertretung wandten, um Aufklärung bezüglich der einzelnen Vorschläge und Drohungen, die während des gesamten Sommers aus dem Ministerium kamen, zu erhalten.

"Es ist wirklich schade, dass anstatt alte Probleme zu lösen - von Gehrer neue konstruiert werden", kritisiert der SchülerInnenvertreter die konservative Bildungspolitik. "Es ist noch immer so, dass in vielen Klassen mehr als 30 Schülerinnen und Schüler sitzen, worunter nicht nur die Schülerinnen und Schüler, sondern zunehmend auch die Lehrerinnen und Leherer aber auch die Qualität des Unterrichts leiden.", beschreibt Binder die Situation an den österreichischen Schulen. Binder weiter: "Daher sind weitere Sparmaßnahmen - ehe die alten Probleme bewältigt sind - für die Schülerinnen und Schüler untragbar und werden den intensivsten Widerstand jener auf den Tag rufen."

"Weitere Sparmaßnahmen würden unwiderruflich zu einem massiven Qualitätsverlust der österreichischen Schulen führen und das ohnehin schon marode Bildungssystem endgültig unbrauchbar machen.", warnt der Wiener Landesschulsprecher vor den überzogenen Sparplänen der Bundesregierung. "Die verantwortlichen Minister müssten endlich einsehen, dass Österreichs Schülerinnen und Schüler nicht die Sparschweine der Republik sind, die sich bedingungslos jeder auch noch so sinnlosen Sparpolitik beugen.", warnt Binder in Richtung Bundesregierung und schließt mögliche Protestmaßnahmen, wie etwa den Wienweiten Schulstreik bei dem über 10 000 SchülerInnen gegen die Sparvorschläge der neuen Bundesregierung auf die Straße gingen, auch für den Herbst nicht mehr aus.

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