Finanzminister will die Wirtschaft kaputtsparen

Wien (OTS) - Finanzminister Grasser strebt an, Länder und
Gemeinden besonders zur Kasse zu bitten und erreicht damit die Zurücknahme öffentlicher Investitionen. Insbesondere im sensiblen Sektor Bauwesen gibt es immer weniger Aufträge für große Betriebe. Dies führt u.a. dazu, daß sich heute Großfirmen um Kleinstaufträge bemühen und dort wiederum die bisher tätigen KMU-Firmen hinausdrängen.

Es hat den Anschein, daß das "Kaputtsparen" des neuen Finanzministers aus einer Denkweise entsteht, die volkswirtschaftlich nicht überdacht ist. Aus zahlreichen Expertisen der Vergangenheit, insbesondere kürzlich von Frau Dr. Czerny (WIFO) wurde immer wieder betont, daß gerade in der Bauwirtschaft ein investierter Schilling wesentlich mehr als die Investition in Bewegung bringt. Umkehrschluß dazu ist es, daß Minderinvestitionen die Wirtschaft noch stärker schwächen, als gespart wird.

Der Finanzminister spart hier am falschen Platz. Aus Statistiken kann man ablesen, daß z.B. die nordischen Länder gerade deswegen wirtschaftlich boomen, weil dort überdurchschnittlich in öffentliche Aufträge investiert wird.

Die Gemeinden sind der größte Auftraggeber der Wirtschaft. Sinken die Geldmittel dieses Auftraggebers, dann sinken auch die Aufträge. In unserem komplexen Wirtschaftssystem heißt das, daß vom Großbetrieb über die Lieferanten und Händler, die Dienstleister, die Transporteure und sogar die Geldwirtschaft Einbußen erleiden. Es ist daher der vollkommen falsche Weg, der hier von Finanzminister Grasser angestrebt wird. Der Freie Wirtschaftsverband tritt diesen Tendenzen des "Kaputtsparens" vehement entgegen und fordert den Finanzminister auf, hier gründlich umzudenken. Grasser soll lernen, mehr volkswirtschaftlich zu denken, betonten FWV-Präsident Dr. Rene Alfons Haiden und der niederösterreichische FWV-Präsident, Abg.z.NR Günter Kiermaier unisono bei einer Tagung am 29. August des Jahres.

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