Baier (KPÖ): Hat Postgewerkschaftler Dörfler schon kapituliert?

Wien (KPÖ-PD) - "Wenn der Vorsitzende der Postgewerkschaft, Hans-Georg Dörfler, die Kündigung von 6.000 Menschen durch den Postvorstand kritisiert, aber zugleich von einem "unvermeidlichen Personalabbau´ spricht und konkret 3.000 Arbeitsplätze bei der Post als einsparbar benennt, so ist dies eine beachtenswerte Unterwerfungsgeste. Die Aussagen von Dörfler lassen für die Beschäftigten, deren Interessen der Vorsitzender der Gewerkschaft vertreten sollte, nichts Gutes erwarten", meinte heute KPÖ-Vorsitzender Walter Baier. Auch die Einsparungsnotwendigkeit ist Baier nicht nachvollziehbar, wurde doch bei der Post "zuletzt bei einem Umsatz von 24.8 Mrd. S ein Gewinn (EGT) von 687 Mio. S erzielt".

Als Hintergrund für den Personalabbau bei der Post könnte somit nur der bis Ende 2002 geplante Börsengang gesehen werden. Baier: "Mit dem "Speed"-Programm - welches noch von der Rot/Schwarzen Koalition beschlossen wurde - wird der Druck auf die Beschäftigten, deren Arbeitsplätze und Einkommenssituation systematisch erhöht. Durch den massiven Einsatz von teilzeit- und geringfügig Beschäftigten sollen bereits jetzt die Profite künftiger Aktionäre abgesichert werden. Aber kann der künftige "shareholder-value´ einer privatisierten Post wirklich das Hauptanliegen eines Gewerkschaftsführers sein?"

Nach Meinung der KPÖ muß gegen die Pläne des Postvorstandes massiver Widerstand organisiert werden - "mit oder gegen die Gewerkschaftsführung".

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