Eberharter zu Buseks Benesch/Avnoj-Vergleich mit Südtirol: Ungeheuerliche Entgleisung erfordert sofortigen Rücktritt!

"Südtirol-Autonomie" heute weltweit Vorbild für funktionierenden Minderheitenschutz

Wien, 2000-08-29 (fpd) - Als "ungehörig und völlig deplaziert" bezeichnet der Landesobmann der Tiroler Freiheitlichen LAbg. Christian Eberharter den unsensiblen Versuch des EU-Regierungsbeauftragten Busek in der steiermärkischen "Kleinen Zeitung" vom 23. August, das Verhalten Italiens in der Geschichte der "Südtirol-Frage" mit dem Verhalten Tschechiens und Sloweniens zu den kommunistischen Benesch- und Avnoj-Dekreten zu vergleichen.****

Busek hatte der Forderung der FPÖ, Tschechien und Slowenien müssen vor einem EU-Beitritt ihre diktatorischen Vertreibungs- und Enteignungsdekrete aus der Zeit nach dem II. Weltkrieg außer Kraft setzen, entgegengehalten, Italien hätte beim österreichischen EU-Beitritt auch nicht gesagt, "wir lassen euch nur in die EU, wenn ihr euch in Südtirol nicht mehr engagiert".

Eberharter bezeichnet den Vergleich Buseks insgesamt als "geschmacklos" und auch als Beleidigung Italiens. Sowohl Tirol als auch die Republik Österreich pflegen mit Italien hervorragende nachbarschaftliche Beziehungen. "Wir verfügen im europäischen Geist über eine mustergültige grenzüberschreitende Zusammenarbeit."

Geschmacklos findet Eberharter den Vergleich Buseks vor allem auch deswegen, weil bei den Vertreibungen und Enteignungen durch die kommunistischen Benesch-Dekrete etwa in Tschechien hundertausende Menschen mit dem Ziel eines Völkermordes massakriert und umgebracht wurden. "Wenn Busek nur den Funken eines moralischen Anstandes besitzt, tritt er zurück!"

"Italien war - im Gegensatz zu Tschechien und Slowenien - im Stadium einer reifen Demokratie selbstverständlich bereit, geschehenes Unrecht einzusehen. Südtirol erhielt nach einer Internationalisierung des Problems einen Autonomiestatus. Von derartigen Problemlösungen sind Tschechien und Slowenien, trotz der geschehen kommunistischen Verbrechen, auch wenn sie sich nun "Demokratien" nennen, noch meilenweit entfernt. Der Vergleich Buseks ist ungeheuerlich!"

Das Südtiroler-Autonomiestatut gilt heute weltweit als Vorbild für einen funktionierenden Minderheitenschutz, das Italienern und auch der deutschsprachigen Bevölkerung in Südtirol zum Vorteil gereicht. (Schluß)

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