Nettig weist AK-Vorwürfe zurück

Wien (OTS) - Auf "mangelndes Verständnis wirtschaftlicher Zusammenhänge" führte heute der Präsident der Wirtschaftskammer Wien, Walter Nettig, Behauptungen der AK zurück, wonach Wiener Wirte zwar die Biersteuererhöhung voll an die Konsumenten weitergeben würden, die vom EuGH zu Fall gebrachte Getränkesteuer aber selbst "eingesteckt" hätten.

Abgesehen davon, dass viele Gastronomen die Entlastung bei der Getränkesteuer sehr wohl weitergegeben hätten, seien die Wirte Ð teilweise auch völlig einseitig - in jüngster Zeit zusätzlich finanziell belastet worden. Als nur ein Beispiel nannte Nettig die Anhebung der Mehrwertsteuer auf Speisen von 10 auf 14 Prozent. Viele Wirte argumentieren nun, dass sie diese Erhöhungen aufgrund der Gesetze der Preisgestaltung ebenfalls nicht weitergeben würden. "Kaum jemand wird wohl deshalb ein Schnitzel von 98 S auf 102 S erhöhen", so Nettig. Daher fließen diese Erhöhungen in die Gesamtkalkulation des Unternehmens und der Preise für all seine Produkte, darunter auch Bier, ein.

Im übrigen seien, wie auch der EuGH bestätigt, die Wirte selbst - und nicht die Konsumenten - jahrelang zu Unrecht mit der Getränkesteuer belastet worden. Aus diesem Grund bestünden auch berechtigte Rückforderungsansprüche der Gastronomen an die Finanz. "Was man nicht selbst eingesteckt hat, kann man auch nur schwer weitergeben", so Nettig abschließend.

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