Farthofer: Privatisierungs-Horrorszenario: 1000 Postämter weniger

Versorgung der Bevölkerung nicht mehr zu gewährleisten

St. Pölten (SPI) - "Ein weiteres Horroszenario der blauschwarzen Regierungsriege bedeutet die bevorstehende Privatisierung der Post. Denn damit Hand in Hand geht die geplante Schließung von über 1000 Postämtern und die Reduktion des Personalstandes um rund 9000 Stellen. Was dies bedeutet, wenn 9000 (!) Postler ihren Arbeitsplatz und oftmals ihre Existenz verlieren, wenn ältere Menschen ihr Postamt im Ort geschlossen vorfinden und der Briefträger oft kilometerweit fahren muss, um seine Post zu verteilen, ist besonders den Menschen in den ländlichen Regionen bewusst. Dies ist ein weiterer Maßnahme gegen die ländlichen Regionen, ein weiterer Schritt zur Ausdünnung der Nahversorgung sowie letztendlich ein weiteres Motiv für eine verstärkte Abwanderung", kommentiert der Waldviertler SPNÖ-Landtagsabgeordnete Erich Farthofer.****

Fix ist, dass ein Abbau von 6000 Arbeitsplätzen in den nächsten drei Jahren und langfristig ein Gesamtabbau von bis zu 9000 Arbeitskräften umgesetzt wird. Die "Umorganisierung" der Postämter könnte eine Schließung von mittelfristig 1000 von 2300 Postämtern nach sich ziehen. Auch die Zahl der Zustellungspostämter soll von 1900 auf 430 reduziert werden. Folgedessen erwartet auch die Briefträger schweres Los, werden sie doch zukünftig nicht mehr ihrem Heimatpostamt sondern einem Zustellungspostamt zugeordnet, was kilometerweite Anfahrtswege mit sich bringen würde, um die Post zuzustellen.

"Dies alles und die Privatisierung der Post dienen ausschließlich der kurzfristigen Budgetkosmetik. Die menschlichen Schicksale der Beschäftigten kümmern blauschschwarzen Koalitionäre ebenso wenig wie die Interessen der ländlichen Regionen. Wir NÖ-Sozialdemokraten lehnen diese Vorgangsweise strikt ab", so Farthofer abschließend. (Schluss) sk/fa

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